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Kann Android zum Marktführer der mobilen Betriebssysteme werden?

Kann Android zum Marktführer der mobilen Betriebssysteme werden?

Diese Frage haben sich die Verantwortlichen von Google in den vergangenen Monaten bestimmt nicht nur einmal gestellt. Auch wenn keiner von uns in die Zukunft blicken kann, lassen sich anhand der bisherigen Entwicklungen relativ genaue Prognosen erstellen. Im direkten Vergleich mit Apple hat Android mit Sicherheit den Vorteil, dass es im Handel wesentlich mehr Geräte gibt, die dieses mobile Betriebssystem als Basis haben. Auf der anderen Seite gilt das iPad eigentlich seit dem Bestehen der Tablets in diversen Bereichen als Vorreiter. In der jüngeren Vergangenheit musste man sich bei Google immer wieder mit der – teils berechtigten – Kritik auseinandersetzen, dass die Funktionen und Applikationen mit jenen von iOS nicht Schritt halten können.

Daher ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass das iPad von Apple mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auch in den kommenden Jahren seine Vormachtstellung nicht verlieren wird. Bereits ein kurzer Blick auf die aktuellen Marktanteile in Europa und den USA reicht aus, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Sämtliche Marktforschungsinstitute in Ehren, für eine solche Vorhersage bedarf es wahrlich keine besonderen Fähigkeiten.

Allerdings wird Googles Android auch in den nächsten Jahren die einzige mobile Plattform sein, die iOS annähernd das Wasser reichen kann. Für diverse andere mobile Betriebssysteme – wie etwa HPs webOS oder Microsofts Windows 7 – dürfte es auch in Zukunft ziemlich schwer werden. Vor allem die Verantwortlichen von Microsoft haben sich für diesen Sektor besonders ehrgeizige Ziele gesetzt. Spätestens nach dem Update auf Windows Phone Mango soll es – nach der Idealvorstellung des Unternehmens – mit den Marktanteilen steil nach oben gehen. Als erstes Ziel gilt weiterhin das Erreichen der 10 Prozent Marke. Angesichts der Tatsache, dass der Konzern aber schon wenige Monate später das neue Betriebssystem für Desktop-PCs und Notebooks auf den Markt bringen wird, könnten diese Ambitionen schnell verfliegen. Im Gegensatz zum Tablet-Markt geht es für Microsoft mit Windows 8 vorwiegend darum, die positiven Ansätze der aktuellen Version zu bestätigen und die Position des Marktführers zu stabilisieren. 

Drei von Vier verkaufte Tablets stammen von Apple 
Das Jahr 2011 neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und die Positionen am Tablet-Markt sind schon lange bezogen. Sollte nichts Unvorhergesehenes mehr passieren, wird das iPad dieses Jahr mit einem Marktanteil zwischen 72 und 75 Prozent abschließen. Diese Zahl mag sich für den ein oder anderen mit Sicherheit gigantisch anhören, im Vergleich zum Vorjahr(83 Prozent) bedeutet dies jedoch ein Minus von ungefähr 10 Prozentpunkten. Abgesehen davon, dass dennoch kein Tablet in Sicht ist, welches auch nur annähernd an die Verkaufszahlen der beiden iPad Generationen herankommt, gehen die anderen Modelle meist in der Masse unter. Nach aktuellem Stand der Dinge sieht es nämlich so aus, als würde kein anderes Gerät aus dieser Sparte auf einen Marktanteil von über 5 Prozent kommen. Speziell in einem solch schnelllebigen Geschäft ist ein Blick in die Zukunft oft schwierig. Dennoch sind sich die Marktforschungsinstitute mittlerweile sicher, dass  Apple mit seinen iPads zumindest bis zum Jahre 2014 die absolute Mehrheit inne haben wird. 

Viele Experten und Branchenkenner stellen sich häufig die Frage, weshalb Apple mit seinen Produkten die gesamte Konkurrenz in den Schatten stellen kann. Die Antworten hierauf waren ebenfalls ziemlich rasch gefunden. Die Gründe für diese Vormachtstellung sind überwiegend in dem ausgereiften Betriebssystem, der Vielzahl an Applikationen sowie der technischen Ausstattung zu suchen. Oftmals fehlt anderen Anbietern – von HTC über Dell bis hin zu Acer – einfach die zündende Idee, um vermehrt Konsumenten auf sich aufmerksam zu machen. Selbst wenn man kein Freund vom Unternehmen mit dem Apfel-Logo ist, muss diese Einzigartigkeit der iPads anerkannt werden. Den Konkurrenten bleibt in vielen Situationen nichts anderes übrig als zu reagieren anstatt zu agieren, was mitunter sicher die bessere Lösung wäre.Die Marktanteile von Apple im Tablet-Bereich sinken zwar langsam, dennoch hat der Konzern weiterhin den Bonus, dass man diese Art von Computer mehr oder weniger erfunden hat. Somit können es sich die Entwickler durchaus leisten, nicht unbedingt auf die stärksten Prozessoren und neuesten Technologien zu setzen. Aufgrund des hervorragenden Angebotes an externen Inhalten sowie Services, bietet das iPad in jeden Fall ein relativ gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Nun aber erstmal genug von Apple und seinem Tablet. Natürlich haben sich auch die anderen Entwickler von mobilen Betriebssystemen – allen voran Google – einen Blick in die Zukunft verdient. Im Vergleich zum vergangenen Jahr, wo einige Anbieter noch keine Tablets produzierten, gibt es im Jahr 2011 deutlich mehr Geräte mit Android als Betriebssystem, dennoch konnten die Marktanteile nicht wesentlich nach oben geschraubt werden. Einem Wert von 14,3 Prozent aus dem Vorjahr, stehen am Jahresende knappe 17 Prozent gegenüber. Schuld an der Stagnation waren in diesem Fall also nicht die Anzahl der Geräte, sondern komplett andere Faktoren.

Zunächst müssen wir einmal festhalten, dass ein Großteil der Android-Tablets ein deutlich schlechteres Preis-Leistungsverhältnis bietet wie das iPad. Hinzu kommt noch, dass die Entwickler von Google offensichtlich nicht das Optimum aus der Benutzeroberfläche herausgeholt haben, so dass man auch in diesem Punkt gegen Apple den Kürzeren zieht. Das Unternehmen hat in der Vergangenheit zwar immer wieder darauf hingewiesen, dass externe Entwickler mit neuen Anwendungen äußerst willkommen sind, im Verhältnis zum App Store wächst der Android Store jedoch deutlich langsamer.   

Sowohl Google wie auch alle Produzenten, die auf das mobile Betriebssystem vertrauen, erhoffen sich Großes von der kommenden Android-Version namens Ice Cream Sandwich. Sofern der Zeitplan des Unternehmens eingehalten wird, kommen noch in diesem Jahr die ersten Modelle mit dem Android 4.0 auf den Markt. Dennoch kann es nahezu ausgeschlossen werden, dass dies eine großartige Veränderung bei den Marktanteilen bringen wird.

Neben Apple, Google und Microsoft gibt es selbstverständlich noch einige andere Hersteller, die sich schon an einer eigenen Plattform versuchten. Geht es nach den Experten, so steckt das größte Wachstums-Potential aktuell in der QNX Motion-Plattform aus dem Hause RIM. Das Problem für Research in Motion rührt aber ohnehin von wo ganz anders her. In den vergangenen Wochen und Monaten sorgte der Konzern durch häufige Terminverschiebungen regelmäßig für Aufregung unter den Kunden, weshalb sich etliche Anwendungsentwickler zum jetzigen Zeitpunkt in Puncto Zusammenarbeit äußerst zurückhaltend geben.

Während diese Probleme offensichtlich auf der Hand liegen, wird es bei Microsoft schon etwas schwieriger. Im Falle von Windows 7 können sich viele Kunden und Konsumenten nicht so recht erklären, weshalb sich Microsoft neben dem PC-Markt nicht auch im Tablet-Sektor etablieren kann. Experten und Branchenkenner sind der Meinung, dass das Unternehmen quasi zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Dies bedeutet, dass sich die Verantwortlichen möglicherweise zu spät dazu entschlossen haben, in diesem Bereich aktiv zu werden. Selbst für die Zukunft von Microsoft mobilen Betriebssystems sieht es derzeit nicht rosig aus. Zwar ist Windows 8 für den Computer voraussichtlich ab dem zweiten oder dritten Quartal 2012 erhältlich, zu diesem Zeitpunkt scheinen die Konkurrenten Apple und Google  mit ihren Updates aber wieder einen Schritt voraus sein. 

Was muss ein Tablet haben, um mit Apple konkurrieren zu können?
Wenn wir uns die aktuellen Tablets auf dem Markt ansehen, findet man in der Regel nur „Einheitsbrei“. Dabei dürfte schon längst feststehen, dass mit dieser Methode kein Kraut gegen Apple und sein iPad gewachsen ist. Praktisch alle Hersteller rätseln nun schon seit Monaten, was sie anders machen können, um doch ein ernstzunehmender Gegner für den Marktführer zu werden. Neben den üblichen Funktionen der aktuellen Tablets, kann auch ein starker Zusammenhang zu Top-Smartphones nicht schaden. Großer Wert wird bei den Konsumenten vor allem auch auf eine ausgereifte Benutzeroberfläche sowie hochwertige Applikationen gelegt. Dabei gilt es für die einzelnen Tablet-Produzenten einen guten Mittelweg zwischen Qualität und Quantität zu finden. Natürlich sieht es auf den ersten Blick hervorragend aus, wenn sich im jeweiligen App Store zig tausende Anwendungen befinden. Einen wirklichen Sinn haben diese aber nur dann, wenn auch etliche dabei sind, die den sogenannten „WOW“-Faktor mitbringen. Bei sämtlichen Basteleien sollte man aber auch bei der Rechenleistung und der Auflösung des Displays ganz vorne dabei sein. 

Mit einem Auge sollte dennoch der größte Konkurrent Apple beobachtet werden. Eine Veröffentlichung des iPad 3 im Jahr 2011 ist zwar nicht sehr wahrscheinlich, aber wer weiß, was Steve Jobs und seine Mannen eventuell noch aus dem Hut zaubern. In diesem Jahr wird es aber dennoch zumindest ein Tablet geben, welches zumindest im Vorfeld für große Aufmerksamkeit sorgt. Der Online-Versandhändler Amazon wird voraussichtlich im vierten Quartal erstmals ein solches Gerät auf den Markt bringen, welches vor allem durch eine hervorragende Ausstattung und einem vergleichsweise geringen Preis punkten wird.  
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25. Sep 2011, 00:20

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