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Counter-Strike: Global Offensive im Test

Counter-Strike: Global Offensive im Test

Counter-Strike: Global Offensive
wurde am 21. August 2012 veröffentlicht und kann auf der Xbox 360, der Playstation 3, dem PC und auf dem Mac gespielt werden. In dem neuen Counter-Strike, dem Counter-Strike: Global Offensive lebt das altbewährte Spielprinzip in neuer Optik wieder auf. Bei dem Counter-Strike: Global Offensive wurde die Grafik stark überarbeitet, beruht aber auch auf der Source-Engine. Der Spieler erhält jedoch acht neue Karten und auch acht neue Waffen und vier neue Gadgets. Am Spielprinzip selbst wurde jedoch durch die Programmierer von Valve nichts wesentliches verändert. Die Terroristen und die Counter-Terroristen befreien Gefangene oder legen Sprengsätze. 

Zur Geschichte und der grafischen Umsetzung
Das Counter-Strike: Global Offensive ist mehr ein Remake als eine Fortsetzung, da sich an der grundlegenden Spielweise nichts gravierendes geändert hat. Nach wie vor kämpft ein Team von Terroristen gegen ein Team von Counter-Terroristen. Das geschieht entweder über das Legen von Bomben oder über die Geiselnahme. Nach wie vor sind die gleichen Karten vorhanden, auch wenn hier kleine Änderungen vorgenommen wurden. Das Spiel selbst ist noch immer in Runden unterteilt. Wer stirbt, wird noch immer aus der aktuellen Runde geworfen und muss diese von der Seitenlinie bis zum Beginn der nächsten Runde beobachten. Nach wie vor gibt es Geld für den Abschluss einer Runde und auch für den Sieg.

Hierfür können zu Beginn der nächsten Runde Granaten, Rüstungen oder Waffen gekauft werden. Die Änderungen, die beim Counter-Strike: Global Offensive vorgenommen wurden, lassen das neue Game eher an das klassische Counter-Strike erinnern. Verbessert wurden im Counter-Strike: Global Offensive die Charaktere, die Karten und die Waffen. Nach wie vor erhalten die Spieler Auszeichnungen für ihre Fertigkeiten in Form von Leistungen oder Geldprämien. Jedoch wurden insbesondere, was die Grafik betrifft, grundlegende Änderungen vorgenommen. Dazu gekommen sind augenfälligere Lichteffekte und auch die Schatten wirken natürlicher. Damit wurde das Counter-Strike: Global Offensive aus der Source-Engine geholt. Jedoch sind die Animationen ein wenig veraltet. Das zeigt sich in der unbewegten Vegetation. Jedoch gibt es nun kleine Effekte, die sich verbessert haben. Dazu zählen die Rauchfahnen und die Blutspritzer. Jedoch ist die Grafik insgesamt eher altbacken, auch wenn vereinzelte Modelle und auch die Maps verbessert wurden. Die aus dem Counter-Strike: Source bekannten Animationen wurden im Counter-Strike: Global Offensive wieder verwendet. Nach wie vor ist die Grafik ein wenig zerstückelt und erinnert optisch an Spiele aus alten Zeiten.

Die neuen Waffen: Handhabung und Nutzen
Zu den altbekannten Waffen kommt im Counter-Strike: Global Offensive der Molotov-Cocktail hinzu. Bei diesem Feuerteppich handelt es sich um eine taktische Waffe, die durch den Shooter genutzt werden kann, um beispielsweise zu verhindern, dass das gegnerische Team vorstößt. Der Molotov-Cocktail, der hinzugekommen ist, ersetzt jedoch im Counter-Strike: Global Offensive die zweite Blendgranate. Da der Molotov-Cocktail jedoch speziell dafür eingesetzt werden kann, um den Gegner fernzuhalten, kann auf die zweite Blendgranate zugunsten dieser Funktion verzichtet werden. Im Counter-Strike: Global Offensive ist die Ködergranate ebenfalls neu. Die Ködergranate erzeugt Kampfgeräusche und lockt damit die Gegner in einen Hinterhalt. Diese werden durch die Kampfgeräusche angelockt, abgeschreckt oder abgelenkt. Das gibt dem Shooter die Möglichkeit von einer anderen Seite anzugreifen. Jedoch hat die Ködergranate den Nachteil, dass sie bei allgemeinen Kampfgeräuschen untergeht und somit ungenutzt gezündet wurde. Auch an Stellen, an denen niemand kämpft, bleibt natürlich wirkungslos. Da bei dem Counter-Strike: Global Offensive sowohl die toten als auch noch die verbleibenden Mitspieler am Bildschirmrand eingeblendet sind, ist es sinnlos, die Ködergranate zu zünden, wenn die Gegner direkt neben dem Shooter stehen. Die Anzeige der verbleibenden Spieler am Bildschirmrand erspart dem Shooter den Druck auf Tab, damit er sehen kann, wie es um den Zustand seines Teams bestellt ist. Auch die AK 47 wurde grundlegend geändert. Diese muss im neuen Counter-Strike: Global Offensive aufgewertet werden. In den ersten Runden jedoch besitzt die AK 47 nicht die volle Schusskraft.

Der Waffenkauf
Wie aus alten Spielen bekannt legen die Terroristen im Counter-Strike: Global Offensive Sprengsätze. Die gegnerische Mannschaft muss das verhindern. Jedoch entfällt hierfür der Kauf der Waffen. Diese werden den Spielern im Counter-Strike: Global Offensive automatisch zugewiesen. Das geschieht nach einer bestimmten Ordnung nach und in einer bestimmten Reihenfolge. Der Spieler, der innerhalb einer Runde einen oder auch mehrere Gegner erledigt hat, bekommt für die nächste Runde automatisch eine neue Waffe an die Hand. Die automatisch ausgegebenen Waffen sind Pistolen, Scharfschützengewehre oder auch Schrotflinten. Durch den automatischen Waffenwechsel ergibt sich für den Spieler die Herausforderung, dass er mit der aktuell gegebenen Waffe spielen muss. Dadurch wird die Zerstörung zugleich abwechslungsreich und auch fordernd. Für diesen Waffenwechsel wurden neue Karten in das Counter-Strike: Global Offensive gebracht. Diese müssen durch die Spieler erst erlernt werden. 



Kleinere Hitboxen erschweren das Leben 
Counter-Strike: Global Offensive wurde in grundlegenden Details wie der Steuerung, der Rüstung und der Hitbox überarbeitet. Das kann insbesondere erfahrene Counter-Strike-Spieler aus dem Konzept bringen. Eine wichtige Änderung betrifft die Hitboxen. Diese wurden wesentlich kleiner gestaltet als in den bisherigen Counter-Strike spielen oder im Counter-Strike: Source. Die logische Folge für den Shooter ist, dass dieser besser zielen muss. Im Gegenzug zu den kleineren Hitboxen wurde die Rüstung verstärkt. Diese halten im Counter-Strike: Global Offensive mehr aus als bisher, was zur Folge hat, dass mehr Kugeln verschossen werden müssen, um einen Gegner zu töten. Eine weitere Neuerung ist die Streuung der Kugeln bei den Rückschlägen, woran der Shooter sich zunächst gewöhnen muss. Zudem verschwimmt im neuen Counter-Strike: Global Offensive das Zielfeld, sobald der Shooter sich bewegt. Alle Neuerungen zusammen bedeuten auch für geübte Spieler, dass diese ihre zuvor sicheren Headshots nicht mehr setzen können und einige Runden der Einarbeitung benötigen, bis sie die neue Handhabung und Ausführung der Waffen beherrschen. Jedoch können zielsichere und geübte Schützen ihre Headshots innerhalb kürzester Zeit wieder sicher und gezielt anbringen. Das gilt auch für das verschwommene Sichtfeld, welches für sichere Schützen kein Handicap ist. 


Die Spielmodi
Da die bisherigen Counter-Strike Games im Wettkampfmodus gespielt wurden, werden die meisten der Shooter das neue Counter-Strike: Global Offensive auch im klassischen Wettkampfmodus ausführen. Jedoch gibt es im Counter-Strike: Global Offensive drei neue Spielmodi. Der Modi Gelegenheitsspiel bietet die Karten aus den anderen Modi mit den gleichen Aufgaben an. Jedoch ist hier der Schwierigkeitsgrad herabgesetzt. Daher eignet sich der Modi Gelegenheitsspiel für Anfänger, die das Bomben legen und Geiseln retten noch üben möchten. Erfahrene Shooter halten sich im Gelegenheitsspielmodus kaum auf. Mit der Death-Cam kann man den toten Spielern folgen. Das betrifft nicht nur die verstorbenen Spieler aus dem eigenen Team. Hier ist die Teamkollision deaktiviert, sodass die Teams sich insbesondere an Engstellen nicht gegenseitig behindern. In diesem Modus müssen weder die Entschärfungskits noch die Rüstungen gekauft werden. Zudem bietet dieser Modus eine zusätzliche Waffe, die Zeus heißt. Dieser Elektrozapper kann jedoch nur im Nahkampf zappen. Jedoch ist Zeus im Nahkampf tödlich. Diese zusätzliche Waffe ist einmal einsetzbar, d. h., sie kann nur einmal zappen. Jedoch ist diese Waffe wenig wirkungsvoll, da es auch im Counter-Strike: Global Offensive nur sehr selten zu Nahkämpfen kommt. Der Modus Wettrüsten dürfte erfahrenen Counter-Strike-Spielern bereits bekannt vorkommen. In Counter-Strike: Source wurde dieser Modus jedoch als Gungame bezeichnet. Im Modus Wettrüsten gibt es wie im Wettkampf zwei Teams. Diese stehen sich auf neuen Karten gegenüber. Wird ein Gegner erwischt, erhält der Shooter umgehend eine neue Waffe. Beim Wettrüsten gewinnt ein Einzelspieler und nicht das gesamte Team. Gewonnen hat der Shooter, der alle Waffen als Erster erfolgreich innerhalb dieses Modus eingesetzt hat.

Die Änderungen an den Karten

1. de_nuke
Hier glaubt der erfahrene Shooter, dass es bei de_nuke keine Änderungen gibt. Jedoch fehlen bei de_nuke ein Großteil unterirdischer Gänge, die U-Bahn-Tunnel. Zudem kann die linke Treppe nach unten nicht mehr genutzt werden, der zum Bombenplatz B führt. Der Bombenplatz B wurde wie etwa 90% der alten unterirdischen Gänge entfernt. Auf den verbleibenden Bombenplätzen wurden Änderungen durchgeführt. Hier stehen jetzt riesengroße Behälter, in welchen sich radioaktives Material befindet. Diese Behälter bieten zugleich auch Deckungsmöglichkeiten für Bombenleger. Die AWP-Schützen haben bei de_nuke nun den Nachteil, dass die Kisten an den Rampen zu hoch sind, um sich dahinter zu setzen. Die Schützen müssen im Counter-Strike: Global Offensive einen Schritt zur Seite gehen, um auf die Gegner, welche aus dem Radioraum kommen, zu feuern. Beim Counter-Strike: Global Offensive existiert vor dem Spawn nur eine Treppe zur Überbrückung einer Erhebung. Diese Treppe bietet jedoch für die Schützen eine gute Deckung mit einer hervorragenden Sicht auf den Außenbereich, sodass Eindringlinge in die Haupthalle schnell erkannt werden.

2. de_inferno
Terroristen fehlt bei de_inferno der rechte Gang, welcher vom Spawn ausgeht und zur unteren Mitte führen sollte. Des Weiteren fehlt ein Raum, welcher einen geschützten Blick in die Mitte ermöglicht hat. Zudem fehlt ein Teil des T-Hauses. Im T-Haus fehlt das Wohnzimmer. Im Bananengang hatten im Counter-Strike bisher die Schafschützen einen hervorragenden Blick auf den Durchgang. Jetzt versperren Holzstapel und auch eine Ziegelwand diese Sicht auf den Durchgang. In de_inferno laufen zusätzlich unzähligen Hühner über die Straßen, die jedoch auch schnell wieder verschwinden. 

3. de_dust
In de_dust werden nun die zuvor benachteiligten Terroristen wieder bedacht. Hier ergeben sich für sie neue Möglichkeiten, offensiver zu handeln. Die Unterführung bietet hier einen Treppenaufgang, welcher zum oberen Bereich auf die Brücke führt. Hier beschießen drei CTs mit ihren Scharfschützengewehren die Terroristen von ihrem Balkon aus. Shooter, die dieser Konfrontation aus dem Weg gehen möchten, müssen die Treppe schnell hochlaufen und darauf hoffen, dass sie damit die Gegner überraschen. Sind hier die Feinde erledigt, kann nun über die Holzbrücke eine Abkürzung genommen werden. Durch die Holzbrücke wird der Weg durch den vorderen Bereich erspart und sofort zu dem Balkon mit den CTs gegangen. Wird der Weg über die Brücke genommen, ist der Shooter dem Bombenplatz B bereits sehr nahe. Hier ist vermutlich eine Anlaufstelle für Terroristen, die hier eine Bombe legen könnten. Wer es schafft die tödliche Unterführung zu überlegen, der gelangt schnell in das offene Areal und kann sich auf dem Bombenplatz B in Deckung bringen.

4. de_train
Bei dem Design der Karten fällt auf, dass hier kaum noch Züge vorhanden sind. Somit befinden sich auf dem Bombenplatz B fünf Waggons weniger. Das macht das Areal luftiger und unsicherer. Jedoch bieten die Behälter auf dem Bombenwaggon genügend Deckung für Bombenleger. Die Schwierigkeit liegt jedoch darin, ungesehen zum Bombenplatz B zu gelangen. Das Kriechen unter den Zugwaggons ist beim Counter-Strike: Global Offensive nicht mehr möglich. Dadurch werden die Deckungsmöglichkeiten innerhalb der Haupthalle deutlich reduziert. Auch auf Bombenplatz A gibt es für die Shooter nur wenig Deckungsmöglichkeiten, da dieser sich nicht mehr wie gehabt innerhalb eines Tunnels befindet, sondern im Freien liegt. Das Switch, das Schussfeld, welches vom Mittelgang ausgeht und auf die T-Mitte gerichtet war, ist im Counter-Strike: Global Offensive stark verkleinert. Hier stehen nun Züge und auch eine Anhängerkupplung dem Shooter im Weg. Dadurch können Terroristen höchstens noch am Fuß getroffen werden. Gerade Spieler, die sich bei einem guten Überblick wohl und auch sicher gefühlt haben, kommen hier zu kurz. Das liegt auch daran, dass an den Zügen, welche sich in den Tunneln vor dem A-Spot befinden, keine Leitern mehr haben und somit auch der Ausguck und die Deckung entfallen.



Fazit: Alter Wein in neuen Schläuchen?
Die Macher von Counter-Strike: Global Offensive haben das Rad nicht neu erfunden. Viele geringfügige Änderungen bei gleichbleibender Grafik führen zu dem Verdacht, dass es sich beim Counter-Strike: Global Offensive nur um eine aufgemotzte Version von Counter Strike in Verbindung mit den gelungenen Elementen von Counter-Strike: Source handelt. Jedoch sind die vorgenommenen Änderungen entscheidend. Sie sorgen dafür, dass der erfahrene Counter-Striker nicht mehr länger auf alt-bekanntes zurückgreifen kann. Der Einsatz der neuen Waffen muss erprobt werden und auch die vorgenommenen Änderungen an den Karten dürften einige Übung erfordern. Dadurch bietet das Game bei Altbekanntem auch eine ausreichende Menge an Neuigkeiten und Überraschungen, die für einen langen Spielspaß sorgen. Gerade die Änderungen der Deckungen sorgt dafür, dass der Shooter sich neue Plätze suchen, muss nicht auf die bisherigen Deckungsmöglichkeiten zurückgreifen kann. Die neuen Waffen müssen zunächst ausgetestet werden, bis sie durch den Shooter bei Counter-Strike: Global Offensive optimal eingesetzt werden können. Die Einführung neuer Spielmodi dürfte für die meisten Shooter irrelevant sein, da das Spiel durch diese zumeist im Wettkampfmodus gespielt wird.

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30. Aug 2012, 14:02

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