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Firefox Mobile OS greift Android Monopol an

Firefox Mobile OS greift Android Monopol an

Die Firmenchefs von Apple, Google und Microsoft setzen Billionen Euros und Tausende hoch bezahlte Ingenieure für ihre rivalisierenden Mobilphonesysteme ein. Trotz all dieses Einsatzes möchte jetzt Mozilla, die gemeinnützige Organisation hinter dem Firefox Webbrowser, mit ihrer eigenen Software für Smartphones auch ein Stück vom Kuchen abhaben. Die ersten Bilder des Außenseiters sind seit dieser Woche im Umlauf und Liebhaber können sich jetzt frühe Testversionen herunterladen. Auf den ersten Blick ähnelt es anderen modernen Smartphonbetriebssystemen und verfügt über eine Berührungsfläche, die an Elemente des iOS, Android und Windows Phone erinnert.

Es bleibt fraglich ob Mozilla mit seinem Betriebseinkommen von 121 Millionen € im Jahr 2011 wirklich mit den großen Drei mithalten kann, die im letzten Jahr zusammen über 200 Billionen € einfahren konnten. Der Grund warum Mozilla sich darauf einlässt ist klar. Sein Anteil am Desktopgeschäft sinkt, hauptsächlich dank seines größten Gönners Google (dadurch, dass Google als Suchmaschine für die Nutzer von Firefox wegfällt) und der Konkurrenzsoftware Chrome, die zum beliebtesten Webbrowser der Welt aufgestiegen ist.

Während Mozilla im Bereich PCs an Boden verliert, teilen seine Konkurrenten den Mobilphonemarkt unter sich auf. Smartphones und Tablets gelten inzwischen als die wichtigsten Computerplattformen. „Viele der heutigen Neuerungen, wenn nicht sogar die meisten, betreffen Smartphones und Tablets“, meint Ian Fogg, ein Analyst des Mobilphonmarktes bei IHS Screen Digest.
Da es nicht genügt nur neue Browser Applikationen für das iOS, Android und Windows Phone zu entwickeln muss Mozilla Webstandards und frei zugängliche Software an die Leute bringen. 

Sowieso bietet sich nur die Android Mozilla dafür an, eine Komplettversion seines Browsers für Phones dort einzusetzen; Apple und Microsoft kontrollieren hingegen strenger welchen Anteil Apps Dritte hinzufügen dürfen. Noch dazu möchte sicher nur ein kleiner Teil der Smartphonebesitzer ihre in Leistungsverzug befindliche Browser App wechseln, obwohl das die Datenrecherche erschwert. Daher entwickelt Mozilla sein eigenes Betriebssystem für Smartphones um im Rennen zu bleiben. Das Betriebssystem von iOS basiert wie das von Android auf Linux, dem Betriebsystem zu dem jeder etwas beitragen und das jeder anwenden kann weil sein Quellcode frei erhältlich ist. Anders als das führende Betriebssystem von Google wird das Mobile OS von Firefox nicht mit „einheimischen Apps“, die speziell für es entwickelt wurden arbeiten.

Stattdessen wird es die neue Webcodierung HTML5 nutzen, damit die Entwickler Apps programmieren können, die theoretisch auf jedem Betriebsystem laufen könnten. Andere Betriebssysteme für Smartphones können schon Webapplikationen verarbeiten; diese sind dann aber naturgemäß weniger leistungsfähig als spezielle Smartphone Apps, weil sie sich nicht in deren fortgeschrittenere Soft- und Hardware integrieren können. Mozilla behauptet das Firefox Mobile OS würde anders werden. 

Mozilla gab außerdem bekannt: „(Es) bricht mit vielen der derzeitigen Beschränkungen in der Webentwicklung für Smartphones und ermöglicht es HTML5 Applikationen, die Leistungsfähigkeit eines Handys zu nutzen, was früher nur spezialisierten Applikationen vorbehalten war.“ Das könnte die Entwicklung von Apps vereinfachen und damit den Entwicklern gefallen, obwohl die entscheidende Frage offen bleibt, wie sie dann für ihre Arbeit entlohnt werden sollen. Mozilla hat für das Firefox Betriebssystem schon die Unterstützung eines wichtigen Kundenkreises gewonnen: die der Handy Netzwerke. Diesen Monat nannte es so große Namen wie Deutsche Telekom, Etisalat, Sprint und Telefónica als Unterstützer.

„Die Betreiber wünschen sich einen Wettbewerb bei den Smartphones“ erklärte Ian Fogg. „Sie wollen keine Welt, in der Apple und Google alles dominieren.“ Im Westen ist das jedoch schon der Fall und bei dem vorliegenden finanziellen Ungleichgewicht ist die Chance für Mozilla, den Anschluss an die etablierten Mitbewerber zu schaffen gering. Aber in den Entwicklungsländern der Welt, in denen billige Androiden gerade erst auf den Markt kommen und sich nur die Superreichen Geräte von Apple und Microsoft leisten können, gibt es noch Möglichkeiten. Mozilla hat einen offenen Blick auf dieses relativ unberührte Randgebiet und rühmt sich, seine Technologie sei fähig, „unwiderstehliche Smartphone Erfahrungen zu moderaten Preisen zu liefern.“

„Da in den nächsten Jahren Billionen User das erste mal online sein werden, ist es wichtig ein ansprechendes Smartphone für jedermann anzubieten“, sagte der Geschäftsführer von Mozilla, Gary Kovacs. Es mag zwar hier so erscheinen, als sei kein Platz für einen weiteren Anbieter von Smartphones aber dennoch sind Marktbeobachter sehr interessiert daran wie es mit Mozilla weitergeht.

„Es gibt das Risiko, dass Android in diesen sich entwickelnden Märkten eine Monopolstellung einnehmen könnte“, sagte Ian Fogg. „RIM ist beispielsweise auf dem Markt noch populär, hat aber echte Probleme. Mozilla hat entschieden, sich hier auf keinen Wettbewerb mit iOS und Android einzulassen. Es hat dagegen entschieden, dass sein Weg zur Wettbewerbsfähigkeit auf dem Handymarkt ein Sprung in diese sich entwickelnden Märkte ist. Sie könnten feststellen, dass das Firefox Mobile OS es dort tatsächlich mit den etablierten Anbietern aufnehmen kann und werden dann das Dilemma der Erneuerer haben.“ Aber bis dahin werden noch ein paar Jahre vergehen. Die ersten Firefox Mobile OS Geräte werden Anfang des nächsten Jahres in Brasilien auf den Markt kommen.
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23. Jul 2012, 23:04

Kommentare

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Briandb 20. Aug 2012, 09:27

Hi, ich finde der Firefox ist der beste Browser. ic nutze Ihn schon seit Jahren und ich bin ja auch eher ein Onliespiele Fan. Er leistete mir immer gute Dienste. JJedoch musste ich den Firefox etwas modifizieren um Ihn schneller zu machen: Anleitung hatte ich hier her wie man den Firefox schneller machen kann!

Vieleicht hilft Euch das ja auch weiter.

LG


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