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Linux wo man es (nicht) erwartet

Linux wo man es (nicht) erwartet
In meinem beruflichen Leben als Programmierer stelle ich immer wieder fest, dass viele "normale" Menschen oft wenig Ahnung von der Situation haben, die auf dem Betriebssystemen-Markt herrscht. Um möglichst viele Irrtümmer zu beseitigen, möchte ich es näher erläutern. Ich habe den recht langen Text in mehrere Teile aufgegliedert. Es geht los :)
Teil 1

Bis vor gar nicht so langer Zeit schien es so, als ob Microsoft Windows für immer und ewig seine Übermachtposition unter den Betriebssystemen eingenommen hätte. In jedem Geschäft, an jeder Schule und in zahlreichen Verwaltungseinrichtungen waren überall Rechner zu finden, die mit einer mehr oder weniger aktuellen Windows-Version drauf liefen. Auch als Privatanwender hatte man keine allzu große Wahl: Windows oder Windows.

Allerdings ist diese Situation während der letzten 6 bis 8 Jahre allmählig besser geworden. Nach der Statistik von NetMarketShare.com laufen zur Zeit mehr als 5% aller Computer unter MacOS. Trotzdem gibt es immer noch nur knapp 1% Linux-Rechner auf dem Markt. Und viele wissen nicht mal an welchen ungewöhnlichen Plätzen diese Rechner manchmal eingesetzt werden. Ich werde euch viele dieser Plätze vorstellen. Um es einfacher zu machen habe ich sie in vier verschiedene Kategorien aufgeteilt: Behörden, private Anwender, Gewerbe und Bildungseinrichtungen.

Linux und Business
Linux wo man es (nicht) erwartet

Nach und nach haben viele Vertreter der Industrie zahlreiche Vorteile von Linux und anderer Opensource-Software erkannt. Für viele dieser Vertreter bedeutet der Einsatz von komerziellen Software-Produkten einen enormen Kostenaufwand. Umso mehr war es für sie wichtig, die eventuell gesparten Kosten möglichst genau zu berechnen.

Es folgt eine Liste von Unternehmen, die bereits den Wechsel von Windows zu Linux vollzogen haben oder sich mittendrin befinden.

 
 

Linux wo man es (nicht) erwartet
Novell
Es ist schon lange kein großes Geheimnis, dass Novell komplett auf Linux migriert. Zum ersten Mal wurde es 2006 angekündigt und bis April 2010 wurden ungefähr 5000 Workstations (ca. die Hälfte aller Arbeitsplätze) auf Linux umgestellt. Im November dieses Jahres werden sogar 80% erwartet. Das ist wahrlich eine der bedeutensten Linux-Migrations in einem dermaßen großen Unternehmen. Nach offiziellen Angaben zeigten sich bereits nach einem Jahr die ersten positiven Auswirkungen bezüglich der Kostensenkung.

 
 

Linux wo man es (nicht) erwartet
Google
Ob man es glaubt oder nicht, der Suchmaschinen-Riese baut seine Cluster-Systeme ausschließlich auf Linux auf. Dabei werden keine Standard-Distributionen verwendet, sondern eine spezielle, eigenhändig angepasste Version von Ubuntu, intern als Goobuntu bezeichnet. Auch zahlreiche Computer der Mitarbeiter laufen oft unter Linux.

 
 

Linux wo man es (nicht) erwartet
IBM
Das US-amerikanische IT- und Beratungsunternehmen nimmt nicht nur aktiv an der Linux-Entwicklung teil, sonder setzt es auch intern gerne ein, sowohl auf Workstations als auch auf eigenen Servern. Auch bei der Linux-Vermarktung war IBM mehrmals tätig. 2006 wurde eine Marketing-Kampagne im Fernsehen mit dem Slogan "IBM supports Linux 100%". Ein Video als Beispiel:

Während des letzten Jahrzehnts war IBM stets ein treuer Linux-Befürworter, der auch finanziell und entwicklungstechnisch das Opensource-Betriebssystem am stärksten unterstützte.

Fortsetzung folgt...

P.S. Ich hoffe es wird euch gefallen und freue mich auf eure Kommentare und konstruktive Kritik.
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11. Apr 2010, 01:15

Kommentare

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BaHo 11. Apr 2010, 17:37

Habe ich das jetzt richtig verstanden das Linix Betriebssystem kostenlos ist?

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ben 11. Apr 2010, 20:19

Ja das hast du richtig verstanden, hab mir am Wochenende Linux Mint aufgespielt und bin absolut zufrieden, WinXP ist zwar immer noch drauf, aber nur weil verschiedene Programme wie z.B. Photoshop es brauchen.
Zum ausprobieren kannst du dir einfach die Iso runterladen, brennen und Linux Mint ausprobieren ohne es installieren zu müssen.


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