
Auf der PDC 2009 demonstrierte Microsoft das Video-Streaming auf ein iPhone. Brian Goldfarb, Manager der Microsoft Benutzererfahrungsplattform, erklärt, dass Microsoft „mit Apple zusammengearbeitet hat“, um dies möglich zu machen. Allerdings braucht nicht damit gerechnet zu werden, dass der Apple Store nun von Plug-Ins für Safari überflutet wird. Stattdessen arbeitet Microsoft an seiner , um dass QuickTime-kompatible Streams mit eingebetteten HTML5 (video)-tags an ein iPhone gesendet werden. Obwohl Silverlight mehr als nur ein Videoformat ist (es ist vielmehr eine auf .NET basierte Laufzeitumgebung für webbasierte Anwendungen, ähnlich dem Flash), ist es seine Eigenschaft Medienformate zu übermitteln, welche die Anbieter von Inhalten für das iPhone interessierte.
„Silverlight verspricht eine Geräte-, Browser- und Plattformübergreifende Lösung und funktioniert in gleicher Weise auf Macs wie auch unter Windows“, erklärte Goldfarb. „Das iPhone bietet ein einmaliges Szenario. Wir haben mit unseren Kunden gesprochen… und sie sagten: "Wir wollen unsere Inhalte vermitteln, was hauptsächlich über die Medien, wie Rundfunkübertragungen geschieht und möchten Sie auch auf dem iPhone sehen".“ Das tatsächliche Ausmaß der „Zusammenarbeit mit Apple“ beschränkte sich jedoch vielmehr darauf, sicherzustellen, dass die Systeme funktionieren und es keine Einwände von Apple gibt. „Wir haben ganze Arbeit geleistet“, sagte Goldfarb „und lediglich sichergestellt, dass sie von Apple akzeptiert wird. Wir sind auf gute Beziehungen mit unseren Partnern angewiesen und Vertrauen ist dabei das Schlüsselelement.“
Microsoft hat folgendes gemacht: IIS Media Services wurden modifiziert, damit diese auf Anfragen eines iPhones reagieren und auf Anfrage in das in einem MPEG-2 Transport-Stream umwandelt, das gleiche Format, das bei Apple in Form des HTTP Live Streaming Protokolls verwendet wird. „Es handelt sich also um den gleichen IIS Streaming Inhalt, den gleichen Server, die gleiche Quelle mit dem Unterschied, dass der Inhalt auf dem iPhone abgespielt werden kann, ohne dass die Codierung verändert werden muss oder andere Arbeitsschritte von Nöten sind: Das ist für unsere Kunden der springende Punkt.“ erklärte Goldfarb.
Wir werden keine Silverlight- oder Flash- Elemente auf dem iPhone aufblitzen sehen. Allerdings müssen die Anbieter von Inhalten, die ISS Media Services bereits nutzen oder den Einsatz erwägen, Ihre Videos nicht mehr separat zu verschlüsseln oder ein eigenes Sendesystem unterhalten, um ihre Inhalte auf die allerneueste Mobilfunkplattform zu übertragen. Die eigentliche Frage ist also, ab wann das Streaming von Filmen über Portale wie Netflix auf das iPhone möglich wird.


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