
Die Angaben zur Akkulaufzeit hören sich bei einigen Modellen ja wirklich nicht schlecht an. Dabei wird aber von den meisten Smartphone-Herstellern nicht berücksichtigt, dass manche Applikationen einen enorm hohen Stromverbrauch aufweisen. In einem solchen Fall könnte die tatsächliche Laufzeit des Akkus ungefähr nur rund 50% jener Werte erreichen, welche von den Herstellern angepriesen werden. Obwohl die Schuld wohl nicht direkt bei den Entwicklern der Smartphones zu suchen ist, sorgt Motorola nun mit einer besonders interessanten Aktion für Aufmerksamkeit.
Nach Angaben des US-Amerikanischen Unternehmens werden Applikationen mit einem sehr hohen Energieverbrauch zusätzlich mit einem Warnhinweis versehen. Somit soll für die Nutzer eines Motorola-Smartphones direkt ersichtlich sein, falls bei der Nutzung eines bestimmten Apps eine geringere Akkulaufzeit in Kauf genommen werden müsste. Was sich zunächst für den Hersteller nach einer Sisyphus-Arbeit anhört, gestaltet sich in Wahrheit gar nicht so schwierig. Mithilfe des Software-Aufsatzes MotoBlur werden heruntergeladene Applikationen genauer unter die Lupe genommen.
Neben dem Energieverbrauch werden auch noch andere Daten, wie etwa die CPU-Auslastung erhoben. Anhand dieser Werte soll es dem Unternehmen künftig möglich sein, Apps mit einem hohen Verbrauch zu erkennen. Was die Schuldfrage anbelangt, teilt Motorola einen kleinen Seitenhieb in Richtung Google aus. Zwar durchsucht der Suchmaschinengigant vorab die einzelnen Applikationen auf Viren oder Trojaner, Daten wie etwa der Energieverbrauch spielen bei der Zulässigkeit aber keine Rolle. Somit kann praktisch jeder Entwickler eine „energiefressende“ Applikation im Android Marketplace zum Download anbieten.


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