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OwnCloud 3.0 - Dropbox-Alternative für den eigenen Webserver

Als Fan von Dropbox bin ich trotzdem offen gegenüber Alternativen. Als eine solcher Alternativen positioniert sich ownCloud, welches auf dem eigenen Webserver installiert werden kann und ähnlich komfortabel sein soll, wie es Dropbox ist.
OwnCloudOwnCloud dient dabei als Software zur Verwaltung und Synchronisierung der eigenen Daten, aber auch Kontakte, Termine, Bookmarks über mehrere Geräte hinweg. Die Entwickler wollen ownCloud gezielt als Dropbox und iCloud-Alternative positionieren.
Einen solchen Dienst auf dem eigenen Webspace zu betreiben mag auch für viele Anwendungen sinnvoll sein. Bei Dropbox kamen immer wieder Datensicherheitsbedenken auf und generell ist die Speicherung von geschäftlichen Daten auf Servern, die in den USA laufen zumindest aus Sicht der Datenschutzbeauftragten in Deutschland eher fragwürdig. Hinzu kommen natürlich auch Ängste vor Spionage und Co., wobei das wohl eher einen Bruchteil der Unternehmen Angst machen dürfte.

Bei OwnCloud verbleiben die Daten also auf dem eigenen Server. Termine und Kontakte können per CalDAV synchronisiert werden und auf Dateien kann man per WebDAV oder über die Weboberfläche zugreifen. Über WebDAV ist dann auch eine Einbindung des Speichers als Laufwerk im Betriebssystem möglich. Die Entwickler arbeiten zur Zeit auch an einem Client, der die Daten offline zu Verfügung stellt, so wie es aktuell auch bei Dropbox möglich ist.

Mit der Version 3.0 wurde OwnCloud um eine Fotogalerie erweitert und ein integrierter PDF-Viewer bereitgestellt. Im Online-Editor können mehrere Benutzer gemeinsam an Texten arbeiten. Der Kalender hat eine neue Web-Oberfläche bekommen und wirkt gefühlt viel ergonomischer. Einzelne Kontakte und ganze Adressbücher lassen sich nun als vCard exportieren.

OwnCloud startete als reines Community-Projekt, wird seit Dezember letzten Jahres als Startup unter der Führung von ehemaligen Suse-Managern vorrangetrieben. Schon im März möchte man eine Unternehmensversion der Software anbieten, die dann einen zusätzlichen Support bereitsstellt. Hier will man also eine ähnliche Monetarisierung probieren, wie man es bereits von "Business-Versionen" einiger Linux-Distributionen kennt.
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19. Feb 2012, 22:28

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