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Rob Pike kritisiert C++ und Java

Auf der Konferenz OSCON sagte Rob Pike, dass die industriellen Programmiersprachen, so wie C++ und Java, zu kompliziert sind und nicht mehr zeitgemäßen Rechner-Standards entsprechen.

Sie sind zu wortreich, kompliziert und verwirrend, was mit der Zeit eher schlimmer als besser wird. Zur Illustration wie verwirrend diese Sprachen sind, hat Pike einige Beispielcodes von C++ gezeigt.



So ein Programmierstil ist zu bürokratisch. Jeder Schritt muss auf den benutzten Compiler abgestimmt werden.

Pike fügte hinzu, dass obwohl seine Aussagen zum Teil scherzhaft sind, man sich ähnliche Fragen stellen sollte. C++ erschien da man enttäuscht war, wie schlicht C ist. Später wurde Java eingeführt um C++ einfacher zu machen. Mit der Zeit wurden immer neue Funktionen in beide Sprachen eingefügt, was sie immer schwerfälliger machte.

Außerdem fügte er an, dass diese Sprachen vor der Massenverbreitung mehrkerniger Prozessoren und Netzwerktechnologien entwickelt wurden, was dazu führte, dass sie sich nur mit Mühe an die neue Umgebung anpassen konnten.

Javascript (sowie Ruby und Python) ist eine der Sprachen, die im letzten Jahrzehnt als Antwort auf die wachsende Komplexität von Java und C++ entwickelt wurden. Aber obwohl die Syntax einfacher ist haben auch diese Sprachen ihre schwachen Seiten: geringe Leistungsfähigkeit, mangelnde Skalierbarkeit und viele Fehler. Das sind Interpretersprachen, was im Vergleich zu compilierten Programmen eine deutlich langsamere Ausführungsgeschwindigkeit nach sich zieht. Die dynamische Typisierung, die hier verwendet wird, kann statischen Fehlern beim Ausführen erzeugen. Diese hätte man schon beim Compilieren entdecken können.

Dann hat Rob die Sprache Go vorgestellt, als Versuch das Beste aus den genannten Sprachen zu übernehmen. Go ist der Versuch die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der statischen Typisierung mit der Einfachheit und Anwenderfreundlichkeit der Interpretersprachen zu verbinden, sagte Pike. Er fügte hinzu, dass es jedem selbst überlassen ist wie erfolgreich dieser Versuch geworden ist.

Zur Erinnerung, Rob Pike war bei Unix, Plan 9, Inferno und UTF-8 seit den Anfängen dabei. Er arbeitet zur Zeit bei Google.
2864 Mal gelesen
+7
30. Jul 2010, 17:14

Kommentare

(1)
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+1
v x
Malaga 2. Aug 2010, 11:06

Ich muss Rob Pike schon Recht geben. Die älteren "klassischen" Sprachen (C++, Java) haben sich immer weiter entwickelt. Die Macher haben immer neue Features gebracht die eigentlich zum Konzept der Sprache wenig gepasst haben.
Das gleiche Problem hat das X11 Protokoll (X Window System). Ist auch sehr aufgebläht voll mit absolut veralteten Fetaures
(für alle die mehr darüber erfahren wollen: Why X Is Not Our Ideal Window System [pdf])


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