Belly Button

Wer wünscht ihn sich nicht? Den Bauchnabel für einsame Stunden. Die „Belly Button“ App bietet euch 7 verschiedene Bauchnabel, vom niedlichen Hula Girl bis hin zur haarigen Wampe. Und was macht ihr jetzt damit? Ist doch klar – knuffen und kitzeln bis der Arzt kommt, oder in diesem Fall: Bis ihr eure Bauchnabelmodels zum Lachen und Grunzen bringt. Außerdem gibt’s noch die Möglichkeit eine Art, naja, nennen wir es mal „Spiel“ zu spielen, indem ihr versucht herauszufinden, welche Stimme zu welchem Bauchnabel passt. Was kostet der Spaß im App Store? Nur $.99 ;). (Ja, natürlich wird das gekauft!)
Zits and Giggles

Gilt im Teenager-Alter immer noch das Paradigma „Nicht anfassen oder ausquetschen“, wenn es um die innig verhasste Akne geht, so gibt euch „Zits and Giggles“ für $.99 die Chance, all eure angestauten Aggressionen gegenüber den vielgeliebten Gesichtsvulkanen abzubauen. Hier dürft ihr nun an digitalen Pickeln und Mitessern rumfuhrwerken, wie es euch beliebt. Zur zusätzlichen Motivation gibt es die auffällig rote Schmerzleiste am oberen Bildrand, die es an die Spitze zu treiben gilt.
Hang Time

Als ich das erste Mal von Hang Time gehört habe, hatte ich nur eine Frage im Kopf: Wieviele iphones mögen dank dieser App wohl schon den Tod gefunden haben? Der (Un)Sinn bei dieser Anwendung besteht darin, euer iphone solange wie möglich in der Luft zu halten, bis es die Schwerkraft wieder zur Landung zwingt. Hang Time misst dann, wie lange euch dieses Levitationskunststück gelungen ist. Die Entwickler haben dafür natürlich auch einen Highscore auf ihrer Seite eingerichtet, der derzeitig von einer Spitzenzeit von 67.02 Sekunden angeführt wird (Wie zur Hölle … ???). Wer also kräftig wirft, soll mit einem Topplatz (und einem kaputten Gerät) belohnt werden. Den iphone-Tod zum Runterladen gibt’s ebenfalls für $.99.
Hello Cow

Nun kommen auch Kuhfetischisten auf dem iphone mal zum Zug. Mit „Hello Cow“ erhaltet ihr ein waschechtes Pic von einer waschechten Kuh, die euch auf bis zu sieben verschiedenen Arten entgegen muhen kann, wenn ihr sie betatscht. Ja und das reicht ja dann eigentlich auch schon… Wie gut, dass das endlich mal jemand implementiert hat! Damit die Kuh auf eurem iphone „Muh“ machen darf, müsst ihr nur läppische $ 1.99 hinblättern.
Annoy-a-Teen

Ihr seid allein zu Hause und wollt endlich mal wieder einen entspannten Abend vor der Glotze verbringen, aber die nervige Kids vor eurem Fenster finden, dass sei ein perfekter Ort für eine Ghettoblaster Session? Ganz klar – so wird das nichts mit dem gemütlichen Fernsehabend. Was ihr braucht, ist die App „Annoy-a-Teen“. Diese sendet laut Entwickler auf speziellen Frequenzen furchtbare Laute, mit denen ihr eure Störenfriede unauffällig aus der Ferne peinigen könnt. Je nach Härtegrad könnt ihr dabei zwischen verschiedenen Stufen wählen, bis die Plagegeister schließlich um Gnade winselnd weiterziehen. Der Vorteil: Seid ihr der Pubertätsklasse erst einmal entflohen, könnt ihr selbst die Sounds angeblich nicht mehr hören. Also Achtung — funktioniert nur bei Nervensägen unter 25! Für nur 59 britische Pennies kann man dieses mächtige (*hust*) Werkzeug sein Eigen nennen.
Drunk Sniper Lite

Hierzu möchte ich gar nicht viele Worte verlieren. Schaut euch den Screenshot an und überlegt einmal selbst, was ihr mit dieser App machen sollt… Die Lite Version ist kostenfrei erhältlich.
Hair Clinic

Zukünftig braucht ihr euch keine Sorgen mehr machen, wenn mal einfach wieder alles zum Haareraufen ist. Lasst die Büschel ruhig fallen. Es gibt ja „Hair Clinic“! Ja, ihr habt schon richtig verstanden: Diese App soll euch mittels ganz besonderer Bestrahlung, die das Programm angeblich von eurem iphone aus sendet, wieder zu einem prachtvollen und haarigen Haupt verhelfen. Alles was ihr dafür tun müsst – mit dem Gerät einfach über eure Kopfhaut schrubben. „Hair Clinic“ erledigt dann den Rest, indem es in drei Schritten eure Poren öffnet, eine optimale Durchblutung fördert und schließlich das Haarwachstum anregt. Alternativ könntet ihr euch den Schädel selbstverständlich auch an einem Laternenpfahl aufhobeln. Aber wer will das schon, wenn er „Hair Clinic“ für stolze 2,99 € in der Tasche haben kann. Eine App die so viel kostet, muss ja funktionieren!
Passion

„You may start having sex“. Wie gut, dass mir endlich jemand sagt, wann’s losgeht. Und das für nur 79 Cent! Die iphone „Passion“ App bewertet auf Grundlage hochkomplizierter Formeln und Mechanismen die Qualität eures Liebesspiels. Das müsst ihr dann nur nahe genug an eurem iphone-Mikro vollziehen und per „Stop & Calculate“ analysieren lassen. Nach der internen Verrechnung erhaltet ihr ein farbiges Balkendiagramm mit den Kriterien „Duration“, „Orgasm“ und „Activity“, sowie euren Score, der maximal 10 von 10 Punkten betragen kann. Je nach Punktwert gibt’s dann noch einen netten Spruch dazu. Wo es einen Score gibt, ist eine Bestenliste natürlich nicht weit. Auch hier habt ihr die Möglichkeit, eure fantastischen Fähigkeiten in der Rangliste zu verewigen.
Poop The World

Für 79 Cent bekommt ihr die Gelegenheit, auch andere „Poop The World” — Nutzer an euren ganz privaten „Geschäften“ teilhaben zu lassen. Per GPS könnt ihr eure Stoffwechselendprodukte mit persönlichen kleinen Kommentaren versehen und so anderen Interessierten Ort und Zeitpunkt des Geschehens zugänglich machen. Dabei gibt es sogar kleine virtuelle Trophäen für häufiges Abdrücken. Um den Rang eines „Frequent Flushers“ zu erringen, müsst ihr beispielsweise irgendwann mindestens 4 Mal am Tag und 20 Mal in der Woche auf den Pott. Durch das „Poop-Sharing“ könnt ihr die „Poop action“ um euch herum ständig im Auge behalten und sehen was so „abgeht“.
Baby Shaker

Zu guter Letzt noch ein besonderes Schmankerl: „Baby Shaker“ hat es bei Apple sogar soweit geschafft, dass es nun nicht mehr im Sortiment des App Stores erhältlich ist. Der Titel der App beinhaltet im Prinzip schon das ganze Spielprinzip: Schüttle den kreischenden Säugling in deinem iphone so lange, bis er endlich Ruhe gibt! Hast du die Aufgabe erfolgreich gelöst, gibt’s als Belohnung zwei rote Kreuze über den Augen des verstummten Babys. Ich gebe zu, ‚seltsam‘ ist hier wohl nicht mehr ganz der passende Begriff, ‚krank‘ trifft es wohl eher ;). Laut Apple wollte man mit der Sperrung der App einen erheblichen Imageschaden abwenden. Schon seltsam allerdings, wie es die App überhaupt in den Store geschafft hat, wenn das Unternehmen doch immer noch selbst entscheidet, welche Apps es zu einem Upload bringen und welche nicht. So oder so gab’s sicherlich einen netten Aufmerksamkeits-Push für den Konzern.


Kommentare
ist schon lustig was sich die App-Macher so alles einfallen lassen. Noch lustiger ist dass jemand für so was echtes Geld ausgibt, Wahnsinn? oder zu viel Kohle?
Das mit der Kohle scheint erschreckender Weise durchaus ein diskutables Argument zu sein. Egal, wo ich mich umschaue, scheinen mir doch die höheren und vermeintlich gebildeteren Einkommensklassen eher Hauptabnehmer zu sein, als Geringverdiener. Der Preis des iphones lässt an sich kaum eine andere Vermutung zu, auch wenn uns beispielsweise dieser Artikel aus dem Jahre 2008 eines besseren belehren will, zumindest, was das Nutzungsverhalten in den USA angeht. Natürlich ist dabei das gänzlich andere Einkommenssystem zu bedenken. Denn mit 50 000 Dollar (~ 38 000 Euro) habe ich hier zu Lande sicherlich nicht unbedingt den Jackpot geknackt, Geringverdiener bin ich aber keines Falls mehr.
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