
Mittlerweile ist es schon bald drei Jahrzehnte her, dass das erste Betriebssystem von Microsoft – Windows 1.0 – offiziell in Produktion ging. Seither erreichten uns einige neue Versionen, die im Vergleich zu den Vorgängern jeweils nur kleinere Veränderungen mitbrachten. Aus Insiderkreisen ist immer wieder die Rede davon, dass Windows 8 möglicherweise eine Revolution bringen könnte.
Ein weiteres Indiz, dass sich mit der nächsten Generation so einiges ändern könnte, lieferte ein Mitarbeiter des Windows-Update-Teams, der auf seinem Blog darüber berichtete, dass die nächste Version nicht an Windows 7 anknüpfen wird, sondern etwas völlig Neues darstellen wird.
Ob diese Meldung nur dazu da war, die Neugierde der potentiellen Kunden zu wecken, oder ob tatsächlich mehr dahinter steckt, dazu wollte der Konzern selbst keine Stellung beziehen. Verblüffend ist aber auf jeden Fall, dass dieser Blog-Eintrag nur für kurze Zeit online war und danach sofort wieder gelöscht wurde. Dank dem Google-Cache war die Nachricht aber noch einige Zeit länger zu lesen.
Wie es auch immer um diese Meldung bestellt ist, praktisch fest steht, dass uns Windows 8 im Jahr 2012 erwarten wird. Aufgrund der anhaltenden Kritik bezüglich der zahlreichen unterschiedlichen Windows-Varianten gehe ich insgeheim davon aus, dass sich Microsoft in diesem Bereich auf jeden Fall beschränken wird.
Da die Editionen Home Basic, Start, Home Premium, Ultimate, Professional und Enterprise jeweils in einer 32-Bit- sowie in einer 64-Bit Version erhältlich waren, mussten sich die Konsumenten zwischen zwölf unterschiedlichen Varianten festlegen. Speziell für den Computer Laien ist eine solche Entscheidung alles andere als einfach.
Nachdem es bei Windows Vista zahlreiche kritische Stimmen gegeben hat, konnte Microsoft einige seiner Nutzer wieder zufriedenstellen. Mit der kommenden Windows-Version, die nur noch in zwei unterschiedlichen 64-Bit Versionen auf den Markt kommen soll, hofft das Unternehmen auch die letzten Kritiker eines besseren zu belehren.
Bereits kurz nach der Veröffentlichung des aktuellen Windows 7 Betriebssystems erreichten uns immer wieder Meldungen bezüglich angeblicher Neuerungen und Veränderungen in der kommenden Version. Vielmehr als zahlreiche Gerüchte sind dabei nicht herausgekommen – mit Ausnahme ein paar weniger Details. Auch wenn der Großteil der bisherigen Meldungen von offizieller Seite noch nicht bestätigt oder dementiert wurde, habe ich versucht, nachfolgend die spannendsten Gerüchte rund um Windows 8 so gut wie möglich zu durchleuchten.
Beginnen wir zunächst mit einer Neuigkeit, die erst vor wenigen Tagen die Runde macht. Bei älteren Windows-Versionen sind wir es ja gewohnt gewesen, dass den Usern nichts anderes übrig blieb, als eine komplette Neuinstallation des Systems vorzunehmen. Stattdessen soll Windows angeblich eine neue Funktion einbauen, die dafür sorgt, dass das Betriebssystem in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden kann. Bei einer Anwendung dieser Funktion sollten sämtliche Programme, die zuvor installiert wurden, komplett gelöscht sein.
Wie wir es von den Verantwortlichen des Konzern bereits von anderen Versionen gewohnt sind, wird sich bei Microsoft derzeit noch in Schweigen gehüllt. Dennoch dürfte es nicht allzu schwer sein, ein paar geplante Umsetzungen von Windows 8 von selbst herauszufinden. Betrachtet man die Entwicklungen der bisherigen Windows-Versionen, so konnte die Geschwindigkeit beim Starten mit jeder Version gesteigert werden. Alleine aufgrund dieser Tatsache scheint es auch bei Windows 8 logisch, dass das Hochfahren schneller gehen wird.
Aufgrund der Entwicklungen der letzten Monate darf auch davon ausgegangen werden, dass daskommende Betriebssystem die neuesten Technologien USB 3.0 sowie Bluetooth 3.0 unterstützten wird. Eine erste Revolution kündigt sich hingegen auch beim Einloggen in das neue Betriebssystem an. Ähnlich wie Microsoft bei der Spielkonsole Xbox 360 auf Kinect vertraut, könnte die Gesichtserkennung auch in Windows 8 seinen Einsatzbereich finden. Eventuell können die Entwickler das System so weit ausfeilen, dass alleine anhand des Gesichtes der Nutzer des jeweiligen Gerätes erkannt werden kann und somit ein automatisches Login stattfinden würde. Dies würde nicht nur die Komfortabilität erhöhen, sondern auch die Gefahr vor unbefugten Nutzungen Dritter weiter verringern.
Mit der kommenden Windows-Generation werden von Microsoft aber wohl auch einige bahnbrechende Neuerungen gefordert sein, da ansonsten die Gefahr besteht, dass Geräte mit dem Google Betriebssystem Chrome den Windows-Geräten schon bald den Rang ablaufen könnten. Immerhin spucken die Entwickler von Google bereits jetzt große Töne. Vom Starten des Google PCs bis zum Aufrufen des Internets sollen nur wenige Sekunden vergehen, beim aktuellen Windows 7 nimmt dies doch eine deutlich längere Zeit in Anspruch.
Auch beim Design der Oberfläche könnte sich mit Windows 8 so einiges ändern. Mehrere Quellen behaupten mittlerweile, dass die Entwickler von Microsoft für die kommende Version an zwei unterschiedlichen Benutzeroberflächen arbeiten. Die herkömmliche 3D-Oberfläche dürfte vollkommen dynamisch werden und soll hauptsächlich für den Gebrauch in Desktop-PCs entwickelt werden.
Erstmals steht aber auch die Möglichkeit im Raum, dass die nächste Windows-Generation eine wesentlich dünnere – eine sogenannte Aero-Lite – Oberfläche enthalten wird.
Meiner Ansicht nach würde dieser Schritt durchaus Sinn machen, da die Anforderungen an den Rechner bereits in der aktuellen Version Windows 7 ziemlich hoch waren und somit einige PC-Nutzer gar nicht in den Genuss des Betriebssystems kommen konnten. Durch die abgespeckte Oberfläche könnte Windows einen größeren Kreis an potentiellen Kunden ansprechen, da Windows 8 in einem solchen Fall auch auf schwächeren Geräten reibungslos funktionieren würde.
Geplant ist auch eine Weiterentwicklung des Desktops, die jedoch sehr in Frage zu stellen ist, da sie wohl bei einigen Nutzern Unbehagen hervorrufen würde. Anhand des Verhaltens des jeweiligen Users wird der Desktop von selbst Veränderungen bei den Icons vornehmen. Zwar sollen sich die Entwickler dadurch eine bessere Übersichtlichkeit beim täglichen Gebrauch versprechen, möglicherweise fühlt sich so mancher dadurch jedoch in seiner persönlichen Freiheit eingeschränkt.


Kommentare
Gerade den ersten Satz gelesen, und schon keinen Bock mehr! Windows NT ist Microsofts erstes Betriebssystem??? Das erste Windows NT kam 10 Jahre nach Windows 1.0 raus, von DOS ganz zu schweigen…
Bitte besser recherchieren
Lieber drnick,
selbstverständlich ist NT nicht das erste Betriebssystem und recherchieren muss ich dafür nicht. Du kannst dir doch denken das es ein simpler Flüchtigkeitsfehler ist, finde ich dennoch gut das wir hier so aufmerksame Leser haben — wäre ja auch schlimm wenn nicht! Danke für deinen Hinweis!
Nichtsdestotrotz ist diese Information immernoch FALSCH. Falsch ist falsch, halbe Wahrheiten gibts es hier nicht. Nimm doch einfach das "erste" aus dem Satz und es passt.
Des Weiteren:
— Desktopanpassungen gab es mit jeder Windows Version. Bei jedem Wechsel haben sich einige Nutzer (tw. zu recht) über derartige Änderungen beklagt. Veränderung gehört zum Fortschritt.
— Es ist erwiesen, dass heutige biometrische Authentifizierungssysteme viel zu unsicher sind. Die 'Fingerabdruckscanner' auf Laptops sind eine Farce, wie der CCC unlängst klargestellt hat. Es ist mehr als zweifelhaft, dass eine weitere derartige Zugangsmethode auch nur den geringsten Beitrag zur Sicherheit schafft. Vielmehr wird mit einem neuen anfälligen System zu rechnen sein, welches man am besten direkt nach dem Aufsetzen des OS deaktiviert.
Lieber nordag,
hier habe ich einen weiteren Artikel mit Fehlern entdeckt, den du nach ausgiebiger google Recherche in den Kommentaren ergänzen kannst und sogar darüber prangern kannst das der Text fehlerhaft verfasst wurde!
Zeit.de www.zeit.de/1966/35/eine-neue-erdbeben-theorie
Ah, da ist kommentieren leider nicht möglich...sorry
Zum Glück ist es das hier… :)
Und wie steht der Artikel jetzt im Kontext zu meinem Post? Korrigiert lieber eure Fehler.
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