
Vor gar nicht allzu langer Zeit lag das Hauptaugenmerk der Mobilfunkunternehmen bei der Entwicklung neuer Geräte beinahe ausschließlich auf den Funktionen Telefonieren und SMS schreiben. Eine Weckfunktion und eine schwache Kamera waren oftmals schon das höchste der Gefühle in Punkto zusätzliche Features. Heute – in einer Zeit der Smartphones – sieht die ganze Sache natürlich schon wesentlich anders aus. Inzwischen bieten die wirklichen High-End-Geräte auf dem Markt bereits dutzende andere Nutzungsmöglichkeiten wie etwa einen Internetzugang oder diverse Unterhaltungsprogramme. Trotz dieser Vielfalt überrascht es schon ein wenig, dass ein kleiner Anteil der Smartphone-Besitzer überhaupt nicht mehr von der Telefon-Funktion Gebrauch macht.
Zu diesem Ergebnis kam nun ein Marktforschungsunternehmen, welches diese Umfrage im Auftrag der BITKOM durchführte. Von 100 Smartphone-Nutzern gab ungefähr jeder dritte an, ausschließlich andere Features zu verwenden. Dies trifft vorwiegend auf Business-Kunden zu, die das Gerät in erster Linie zum Überprüfen und Versenden der E-Mails nutzen. Als ständiger Wegbegleiter sind die aktuellen Smartphones aber selbstverständlich auch eine gute Alternative um Langeweile zu vertreiben. Dies funktioniert am besten mit den dutzenden mobilen Spielen, welche zuhauf in den unterschiedlichen App Stores zu finden sind. Ansonsten stehen natürlich aber auch die Weck- und Kamerafunktion bei den Besitzern ziemlich Hoch im Kurs.


Spielen, Musik hören, Chatten uvm. — die Liste der möglichen Aktivitäten im Internet ist scheinbar endlos lang. Da es – zum Glück – auch noch eine Welt abseits des World Wide Webs gibt, kann man gar nicht allen Online-Tätigkeiten nachgehen. Die Damen und Herren von BITKOM sind in diesen Wochen der Frage nachgegangen, wie viel Zeit die deutschen Internet-Nutzer denn tatsächlich Online verbringen. Im Durchschnitt surft jeder Internet-Nutzer etwa 140 Minuten sprich 2 Stunden und 20 Minuten pro Tag im Internet. Insgesamt nahmen an dieser Umfrage – die vom Meinungsforschungsinstitut Aris durchgeführt wurde – 1.000 Personen aus ganz Deutschland teil. Das Mindestalter der Befragten betrug dabei 14 Jahre. Wie zu erwarten war, gingen die Meinungen der Personen weit auseinander. 
