Die Auswahl einer geeigneten neuen Solid-State-Disk (SSD) gestaltet sich häufig nicht leicht. So werden verschiedenste Modelle angeboten und in den meisten Fällen liegt das Entscheidungskriterium vom Käufer dann bei Kriterien wie Performance und Preis. Global betrachtet bestehen Solid-State-Disks aus zwei entscheidenden Elementen:
- Controller
- NAND-Flash Speicherchips
Was häufig jedoch bei der Auswahl einer geeigneten SSD-Festplatte nicht bedacht wird, ist die Tatsache das es sich bei einer SSD-Festplatte zwar um einen nicht mechanischen Datenträger handelt, dieser jedoch auch ausfallen kann. Zwar ist die Ausfallrate in der Tat niedriger, als bei einer auf Ferro-Magnettechnik basierenden Standard-Festplatte, jedoch bleibt stets ein Restrisiko in Form von elektronischen Ausfällen innerhalb der Solid-State-Disk.
Spätestens hier wird der Micro-Controller der SSD wirklich interessant. Es gibt eine Vielzahl von Micro-Controllern auf dem SSD-Markt. Zu den bekanntesten zählen Microcontroller aus dem Hause Sandforce, vielen eher dadurch bekannt, dass Sandforce Controller in prominenten SSDs wie der Vertex oder Agility von OCZ-Technology verbaut wurden.
Beworben werden SSDs in der Regel mit "Ausfallsicherheit, Geschwindigkeit & Performance und Datensicherheit".
Mit der Sandforce SF-2200 Controller-Serie nimmt es der Hersteller sehr genau mit dem Thema Datensicherheit. Ein Novum an dieser Controllerserie ist zum einen die Performance und zum anderen die doppelte Verschlüsselung auf Datenebene. Hierbei werden die Daten, die auf die SSD gespeichert werden zunächst mit einer AES-128 Bit Verschlüsselung und im Anschluß mit einer AES-256 Bit Verschlüsselung abgelegt. Der entsprechende Schlüssel, bzw. Master-Key ist innerhalb des Controllers der SSD-gespeichert und er ist bei jedem SSD-Modell einzigartig.

Das bedeutet im Umkehrschluß, dass bei einem Ausfall des Microcontrollers, z.B. durch einen Überspannungsschaden, eine professionelle SSD-Datenrettung schlichtweg unmöglich ist.
Fazit:
Datensicherheit ist sicherlich ein wichtiges Feature. Für den Consumermarkt übertreibt es Sandforce jedoch ein wenig, denn im Falle eines Datenverlusts oder eines Defekt des NAND-Flash Mediums hat der Nutzer in der Regel keinerlei Möglichkeit mehr diese Daten zurückzuholen. Sicherlich, wer kein Backup macht, ist selber schuld. Fehler passieren jedem, auch Datenverlust-Szenarien können jeden Anwender jederzeit treffen. Was wirklich bitter ist, ist jedoch erfahren zu müssen, dass verlorene Daten hätten gerettet werden können, wenn man sich von vornherein für ein anderes SSD-Festplattenmodell entschieden hätte.
Fragestellungen dieser Art werden somit auch in Zukunft immer wichtiger werden.

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