
Nach der Fertigstellung von Firefox 4 kündigten die Entwickler von Mozilla eine deutliche Verkürzung des Release-Zyklus an. Zum damaligen Zeitpunkt wurde das Unternehmen wohl von vielen Internet-Nutzern nur milde belächelt, da diese eigentlich nicht so richtig an eine solche Veränderung geglaubt haben. Dennoch scheint es auch noch zum jetzigen Zeitpunkt so zu sein, dass es Mozilla mit seinen Plänen tatsächlich ernst meint. Nachdem vor etwa drei Wochen die erste Beta zur fünften Firefox-Generation veröffentlicht wurde, steht ab sofort der Release Candidate von Firefox 5 zum Download bereit. Der sogenannte Release Candidate ist sozusagen eine letzte Vorstufe zur endgültigen Version. Sofern keine groben Sicherheitslücken oder Bugs von den Entwicklern oder Nutzern gefunden werden, geht die finale Version von Firefox 5 dann wie geplant am 21. Juni 2011 online.
Mozilla verspricht sich von den verkürzten Zeitabständen zwischen den einzelnen Versionen so einiges. Nach dem Vorbild des Google Browsers Chrome werden auch in der weiteren Zukunft die nächsten Generationen schneller veröffentlicht. Somit kommen die Internet-Nutzer in kürzeren Abständen zu einigen Neuerungen. Dabei werden zwar weniger Neuerungen vorhanden sein als bisher, allerdings können auf diese Art und Weise auch die auftretenden Sicherheitslücken schneller geschlossen werden. Durch das neue Rapid-Release-Modell erhoffen sich die Verantwortlichen zudem noch schneller Marktanteile vom derzeitigen Marktführer Internet Explorer zu gewinnen.







Auf der Roadmap ist als Erscheinungsdatum vonFirefox 4 Beta 7 inzwischen „Anfang November“ eingetragen, statt, wie eigentlich geplant, der 17. September. Und die Beta wird nicht freigegeben, „bis sie soweit ist“, sagt Mike Beltzner von Mozilla. Der Code enthalte derzeit noch 14 schwerwiegende Bugs. Er nennt die häufigen Beta-Releases „hilfreich“, und weist darauf hin, dass bis Ende Dezember die Veröffentlichung weiterer Beta-„Meilensteine“ geplant ist.

