
Während der Suchmaschinenbetreiber auf der einen Seite sein Imperium mit neuen Projekten wie etwa dem sozialen Netzwerk Google+ ständig zu erweitern versucht, trennt sich das Unternehmen auch immer wieder mal von weniger populäreren Diensten. Wie auf dem Blog des Konzerns in den vergangenen Tagen zu lesen war, wird Google Labs schon in Kürze beendet werden. Diese Plattform hat Google bis dato genutzt, um zahlreiche Experimente durchzuführen. Neben der Erklärung, dass das Ende von Google Labs besiegelt sei, klärte der Schreiberling auch direkt über die wahren Gründe für die Schließung auf. Wie mehrere Verhandlungsrunden in der Vergangenheit ergeben haben, will man sich innerhalb des Konzerns künftig deutlich intensiver auf die einzelnen Projekte fokussieren. Durch diesen Service konnten sämtliche geplanten Dienste früh online gestellt werden, was Google aber nicht mehr so weiterführen möchte.

Der IT-Riese Google ist in der Regel dafür bekannt, dass er in ziemlich regelmäßigen Abständen sein Imperium erweitert. Den nächsten Schritt zur absoluten Vormachtstellung könnte das Unternehmen durch die Veröffentlichung der sogenannten Chromebooks schaffen. Bei diesen Geräten handelt es sich um Netbooks, die mit dem Google Betriebssystem Chrome OS ausgestattet sind. Der Konzern erhofft sich dadurch von seinen Konkurrenten Microsoft und Linux möglichst viele Marktanteile abzuernten. Unter der beeindruckenden Erfolgsgeschichte Googles schleichen sich aber naturgemäß auch immer wieder Projekte und Services ein, die von den Nutzern nicht ganz so gut aufgenommen werden. Dieses Beispiel trifft etwa auf die beiden Google Dienste Health und PowerMeter zu. Aus Mangel an Popularität hat sich das Unternehmen in diesen Tagen dazu entschlossen, dass diese beiden Dienste ihre Pforten wieder schließen. Die erste Beta-Version von Google Health erschien im Sommer des Jahres 2008. Schon kurz nach dem Release hagelte es enorme Kritik für diesen Dienst. Immerhin mussten zunächst enorm sensible Gesundheitsdaten eingetragen werden, bevor der Service überhaupt in Anspruch genommen werden konnte. Dabei war die Idee von Google gar nicht so schlecht. In Google Health sollten die Internet-Nutzer ihre Gesundheitsdaten und Allergien hinterlegen, damit diese in Notfällen oder bei Arztbesuchen griffbereit vorhanden sind. Abgesehen von den Sicherheitsbedenken der Experten, war Google in diesem Segment noch zusätzlich ein sogenannter Nachzügler. Microsoft – einer der härtesten Konkurrenten Googles am IT-Markt – startete bereits im Oktober 2007 einen ähnlichen Dienst, der auf den Namen HealthVault hört. 