Heute hat HP endlich die Entscheidung bekannt gegeben, wie es mit WebOS weitergehen wird. Im August kündigte der damalige CEO Leo Apotheker das Ende von WebOS an, alle vorrätigen Geräte wurden biem Firesale deutlich unter Marktwert verramscht. Infolgedessen sank der Aktienkurs von HP so extrem, dass der Aufsichtsrat Apotheker entließ und die frühere Ebay-Cheffin Meg Whiteman als Ersatz einstellte. Diese schob eine Entscheidung über WebOS bis zum heutigen Tage auf, Spötter sagten schon, die Entscheidung fällt erst dann, wenn WebOS eh keinen mehr interessiert. Mit der heutigen Entscheidung hat Whiteman das Gegenteil bewiesen und gezeigt, warum sie bei den Endverbrauchern vergleichsweise beliebt ist.
WebOS wird als Tablet- und Smartphonebetriebssystem weiter bestehen, die Entwicklung soll nun aber durch die Community erfolgen, der Code wird also Open Source. Leider wird HP selber keine weiteren Geräte produzieren, jedoch ist WebOS nun für andere Hardwarehersteller deutlich interessanter geworden, sie haben freien Zugriff auf ein modernes Betriebssystem ohne Lizenzgebühren und mit allen Gestaltungsfreieheiten. Gerade dieser Punkt ist bei den anderen verbreiteten Betriebssystemen nicht gegeben, selbst Android hat mit jeder neuen Version immer mehr Beschränkungen.


Das Pre 3 von HP war eines der meistersehnten Handys, das aus der typischen
Masse mit Android u IOS herausstechen
und auch Geschäftsleuten eine ernstzunehmende Alternative zu Blackberry
bieten sollte. Allein die gewaltige Anzahl an Vorbestellungen trotz der hohen
UVP von 450E zu Anfang verdeutlicht, das der Markt nicht mit den etablierten
Systemen vollständig befriedigt ist. Nun ist das Pre 3 seit 12 Wochen in
Deutschland erhältlich, durch den zwischenzeitlichen Firesale von HP ist die
UVP auf 79E gesunken, diesmal hatten auch einige "offline"-Kunden Glück und konnten Geräte bei Media Markt bzw. Saturn ergattern (mich
eingeschlossen). Doch diese Aktion hatte den Nachteil, dass ein großer Teil der
für den deutschen Markt bestimmten Geräte nun verkauft wurde und es nur noch in
einigen Online-Shops Geräte ab 270E bzw in der Bucht ab ca 150E gibt.
In den kommenden Wochen und Monaten steht den Konsumenten mit ziemlicher Sicherheit eine positive Entwicklung am Tablet Markt bevor. Ausgangspunkt ist das Modell Kindle Fire von Amazon, welches den Preiskampf neu entfachen lässt. Mit seinem umgerechneten Preis von etwa 150 Euro sorgt das Gerät bereits vor der Veröffentlichung in Europa für Kopfzerbrechen bei einigen Herstellern. 

