
Wie jeden Monat haben sich auch diesmal die Forscher des Marktforschungsinstituts Net Applications die Mühe gemacht und die Marktanteile der verschiedenen Browser genau zu überprüfen. Wie schon bei den letzten Ergebnissen konnte wieder einmal Google mit seinem Chrome-Browser Anteile gewinnen. Damit wird die Kluft zwischen dem zweitplatzierten Mozilla Firefox und Chrome immer dünner. Microsofts Internet Explorer ist zwar weiterhin unumstrittener Marktführer, eine Kehrtwende gegen den langsamen aber stetigen Abstieg konnte jedoch auch dieses Mal nicht eingeleitet werden.
Zunächst einmal kurz zum Internet Explorer — Während der Browser in seinen besten Tagen sogar weit mehr als 70 Prozent erreichte, ist der Anteil inzwischen auf 53,68 Prozent gesunken. Zwar konnte der IE im Jahr 2010 zu einem kurzen Höhenflug ansetzen, insgesamt ist aber nun schon seit mehreren Jahren ein immer tieferer Fall zu erkennen. Nachdem die Microsoft Entwickler wohl auch in den nächsten Monaten keine wirklich bahnbrechenden Neuerungen in den Internet Explorer integrieren werden, wird es ziemlich schwer den Sinkflug zu stoppen. Möglicherweise könnte das Unternehmen im Jahr 2011 noch seine absolute Mehrheit in diesem Segment einbüßen. Ein direkter Konkurrent um die Position des Marktführers ist zwar noch nicht in Sicht, dennoch würde das unterschreiten der 50 Prozent Marke wohl stark am Ego der Verantwortlichen nagen.

In einigen Monaten soll die neueste Version 7.5 von Windows Phone veröffentlicht werden. Vor einigen Tagen scheint nun endgültig an die Öffentlichkeit durchgedrungen, was die Entwickler von Microsoft für das kommende Update geplant haben. Wie zu erwarten war, wird das Unternehmen weiterhin voll und ganz auf Bing-Dienste setzen. Nach dem Vorbild von Google Maps soll in Windows Phone 7.5 – die unter dem Codenamen Mango bekannt ist – unter anderem eine Navigationssoftware namens Bing Maps integriert werden. Auch sämtliche andere Neuerungen sollen Bing Dienste betreffen. Hierbei handelt es sich unter anderem um Bing Audio. Dank diesem Service lassen sich anhand weniger Soundfragmente komplette Lieder mit dazugehörigem Album und dem jeweiligen Künstler finden. Verständlicherweise haben die Verantwortlichen von Microsoft dabei aber auch an ihren eigenen Profit gedacht. Sobald nämlich ein Lied fertig analysiert wurde, wird der Nutzer direkt in den Marketplace weitergeleitet, wo er den analysierten Song für einen geringen Betrag käuflich erwerben kann. Das wohl nützlichste Tool ist aber zweifelsohne Bing Vision. 

