Schnelle Breitbandnetze auf dem Vormarsch: Sind wir Deutschen Highspeedmuffel?
Die meisten Leser werden wahrscheinlich noch einen herkömmlichen DSL-Anschluss nutzen, um ins Internet zu gelangen. Das jedenfalls geht aus der letzten Erhebung des Statistischen Bundesamts vom Dez. 2011 hervor [1]. Demnach surfen rund 23 Millionen Haushalte per DSL, von insgesamt 28 Millionen, die über einen Breitbandzugang verfügen. Das entspricht einer Quote von 82 Prozent. Obgleich seit einigen Jahren immerschnellere Alternativen angeboten werden, setzen die meisten Verbraucher nochauf diese Technik, die nunmehr weit über ein Jahrzehnt die Entwicklung desInternets begleitete und einen vergleichsweise flotten Zugang ermöglichte. Die Abkürzung „DSL“ hat sich bei vielen Deutschen praktisch schon als geflügeltesWort für „schnelles Internet“ im Sprachschatz etabliert, wie etwa auch „SAT-DSL“oder „Funk DSL“, obgleich es technisch absolut inkorrekt ist.
Angebote bislang kaum genutzt
Nach einem Bericht der Bitkom vom Februar 2012, setzen aktuell erst 33,5 Prozent der Deutschen Flatrates mit mehr als 10 MBit/s ein. Der Anteil der DSL-Haushalte nahm sogar noch weiter zu, auf nunmehr 87 Prozent. Obwohl die Preise für Komplettpakete mit Datenratenweit über DSL-Niveau deutlich gesunken sind, scheint die Nachfrage sich aktuell noch nicht mit der Entwicklung beim Netzausbau zu decken. Um Missverständnissen an dieser Stelle vorzubeugen – die Zahl von 33,5 Prozent bezieht sich auf den Kreis der Nutzer, die Anschlüsse mit mehr als 10 MBit buchen könnten, bei denen also die Verfügbarkeit entsprechender Angebot vorherrscht. Nicht gemeint ist die Zahl derer, welche sich derartige Datenraten wünschen würden, aber in Gebieten wohnen die noch nicht erschlossen wurden.





