Dem Suchmaschinenkrösus Google droht in den kommenden Wochen wieder gehöriger Ärger aus Südkorea. Wie die nationale Polizeibehörde vor einigen Tagen mitteilte, wird in dieser Zeit wegen Speicherung privater Daten aus WLAN-Netzen gegen Google ermittelt. Mittlerweile soll sich die Akte bereits bei der Staatsanwaltschaft befinden, in deren Ermessen es nun liegt, ob gegen Google weiter vorgegangen wird oder die Klage nun schlussendlich fallen gelassen wird. Im schlimmsten Fall drohen dem Unternehmen Klagen wegen Verstößen gegen das Gesetz zum Schutz von Standortinformationen sowie gegen das Gesetz zum Schutz der Privatsphäre.
Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Google in Südkorea mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Bereits vor einigen Monaten wurden die Ermittler der Abteilung für Internet Kriminalität auf das Unternehmen aufmerksam. Zum damaligen Zeitpunkt wurde der südkoreanische Sitz von Google komplett durchsucht. Nach stundenlangen Durchsuchungsarbeiten nahmen die Ermittler dann rund 440 Computer-Speicherlaufwerke zur späteren Beweisführung mitgenommen. Genau diese Beweismaterial könnten nun in der drohenden Anklage gegen das Unternehmen verwendet werden.