
Wer sich einmal Foren zum Online-Spielgiganten „World of Warcraft“ ansieht, der weiß, wie heiß das Thema „Lokalisierung von Software“ bisweilen diskutiert wird. Soll etwa „Stormrage“ wirklich mit „Sturmgrimm“ übersetzt werden oder ist „wütender Sturm“ doch die bessere Variante? Die teilweise sehr emotional geführten Diskussionen beweisen: Man muss ausgesprochen sensibel vorgehen, wenn man Software an einen neuen Kultur- und Sprachraum anpasst. In solchen Fällen sind Übersetzer ebenso gefragt wie Programmierer und Designer. Die Lokalisierung von Software verursacht Zusatzkosten, aber sie erschließt auch neue Märkte. Wird die Software dank guter Lokalisierung im neuen Zielmarkt angenommen, so steigt die Zahl potenzieller Kunden schnell um einige Millionen. Das könnte den Aufwand wert sein, sofern man etwa kulturelle Anforderungen an Text, Bilder und Softwaredesign beachtet.

