
Zwar haben die Mitglieder der Hackergruppe LulzSec vor einiger Zeit ihr Treiben eingestellt, dennoch wird dies für die meisten Personen aus diesen Kreisen ein teures Nachspiel haben. Mitte dieser Woche wurde im amerikanischen Bundesstaat Arizona ein Mann festgenommen, der an zumindest einer Hackaktion beteiligt gewesen sein soll. Nachdem gegen den Mann bereits Anfang des Monats Anklage erhoben wurde, konnte er vor kurzem vom FBI in Gewahrsam genommen werden. Ende Mai startete die Gruppierung eine organisierte Aktion gegen Sony Pictures Entertainment. Die verhaftete Person soll als einer der Drahtzieher fungiert haben. Wie auch bei vielen weiteren Angriffen — ob der Beschuldigte auch mit anderen Taten in Verbindung gebracht werden kann, steht noch nicht fest – machten sich die Hacker auf die Suche nach einer Lücke im System, stahlen persönliche Informationen und stellten diese kurze Zeit später im Internet online. Zum jetzigen Zeitpunkt steht noch immer nicht fest, wie groß das Ausmaß der Tat tatsächlich ist. Warum es mehr als drei Monate in Anspruch genommen hat, um die Identität der Person festzustellen, ist leicht erklärt. Um der Polizei nicht ins Netz zu gehen, setzte der Tatverdächtige einen Proxy-Server auf, so dass ein Nachweis der Tat scheinbar unmöglich schien. Zusätzlich wurden sämtliche Daten der verwendeten Festplatte unwiderruflich in den Papierkorb befördert.


