
Der
Loebner-Preis wird jedes Jahr an den Programmierer des „menschenähnlichsten“ Programms vergeben. Dieses Jahr ging der Preis an Bruce Wilcox für seinen Chatbot
„Suzette“, der sogar einen der Preisrichter nach einer 25-minütigen Unterhaltung von seinem vorgetäuschten Menschsein überzeugen konnte.
Nun ist Suzette nicht das erste Programm, dem es gelang, die Jury zu verwirren – allerdings dauerten die Testgespräche zwischen Menschen und Maschinen in den Vorjahren immer nur fünf Minuten. Diesmal gab es 25 Minuten Zeit, um unter zwei gleichzeitigen Gesprächspartnern das Programm zu identifizieren. Am Ende dieser Zeitspanne hielt einer der Preisrichter den Chatbot Suzette für das menschliche Gegenüber.
Zur Identifikation werden hauptsächlich Fragen ähnlich eines
Turing-Tests gestellt: nach der aktuellen Zeit, der Funktion von Objekten (wie einem Hammer), Relationen zwischen Objekten (etwa welche Münze die größte ist) und nach Gedächtnisinhalten des Teilnehmenden.
Eine frühere Version von Suzette könnt ihr selber testen. Bei einem kleinen Flirt zwischen mir und Suzie kam sie aber dann doch schnell recht unmenschlich herüber. Dann wiederum wusste ich ja im Gegensatz zu der Loebner-Jury, mit wem ich mich da einlasse.