
Sind soziale Netzwerke tatsächlich so sozial geworden wie unser Mister Mark Zuckerberg es prophezeit hat? Rechtschreibfehler, halbe Sätze, sowie steckbriefartige Äußerungen, als auch perverse und mobbende Worte kreuzen Facebook jeden Tag. Als man damals als Kind noch dumme Äußerungen von sich gegeben hat, oder mal den Sitznachbarn in der Schule veralbert hat — so war es mit einer Entschuldigung und eventueller Standpauke seitens der Eltern auch wieder vergessen. Heutzutage werden Kinder und Jugendliche auch nach der Schule öffentlich und absolut legal überwacht. Jedes Wort welches auf Facebook gepostet wird — jedes Partybild (was womöglich sogar von jemand anderem reingestellt wurde) mit einer Flasche Bier in der Hand — verfolgt jeden ahnungslosen Jungspund bis ins hohe Alter. Nicht selten kommt es nämlich heutzutage vor, dass Arbeitgeber die Mappe mit dem braven Anzugfoto und unantastbarem Vorzeigelebenslauf mal unter die Tastatur klemmen und auf Facebook oder anderen bekannten Netzwerken ein wenig herumschnüffeln.
Wo man sich früher noch draußen im Park, in der Stadt-, oder auf dem Sportplatz getroffen hat um aktiv die eigenen Fähigkeiten zu trainieren und sich im Leben zu üben — wird sich heute meist Online versammelt. Selbstverständlich ist das soziale Netzwerk auch ein Super Spielplatz auf dem man sich herrlich austoben kann, denn alle Freunde können nun zusammen Spaß haben-, kreuz und quer Bilder kommentieren und auch jede Menge Spiele spielen & natürlich auch Blödsinn anstellen. Das sind alles Handlungen die ein herwanwachsendes Kind gerne tut und die eigenen bzw. auch die Grenzen des „sozialen" Umfeldes austestet. Nun wird es jedoch ernst.


Soziale Netzwerke im Internet sind in den letzten Jahren extrem gewachsen. Dabei sind mit der Beliebtheit aber auch die kritschen Datenschutzbestimmungen und die Zahl der besorgten Eltern ebenfalls gestiegen. Sogenannte Power Nutzer von Facebook, also Nutzer die ohne Unterbrechung im Netz surfen und fanatisch Inhalte teilen sind meistens Jugendliche die mit diesen Erfindungen aufgewachsen sind. Andere hingegen nutzen es nur ab und zu und sind eigentlich nur angemeldet weil jemand anderes gedrängt hat. Sogenannte SilverSurfer werden Personen genannt die eben nicht mit sozialen Netzwerken aufgewachsen sind und den sozialen Ne(tz)rvwerken etwas skeptisch gegenüberstehen. Für genau diese Zielgruppe haben die Autoren Leah Pearlman und Carolyn Abram ein Buch verfasst welches diese Welt der lols und afks interessant machen soll. Für 14,95,-€ kann man sich also mit dem Wissen über das Thema einkleiden, welches einen zwar schon immer interessiert — jedoch nie richtig in den Bann gezogen hat. Facebook for Dummies ist interessant zu lesen, aber liefert es auch den Mehrwert den ein Dummie braucht um Facebook wie im Schlaf zu beherrschen? Nun die Antwort ist leider Nein. Selbst die ehemaligen Mitarbeiter von Mark Zuckerbergs Imperium schaffen es nicht richtig die ganzen Einstellungen und Funktionen bis ins Detail zu erklären. 
Noch ein soziales Netzwerk? So der Plan, wenn das soziale Netzwerk von Google mit dem Namen „Google +1“ (Plus 1) jemals Realität werden sollte. Anscheinend ist Google +1 so bedeutend, dass sogar Sergey Brin, einer der Gründer des Unternehmens, mit vollem Einsatz am Projekt mitarbeitet.

