Mangelnder Fleiß kann den Entwicklern von
Mozilla in diesen Wochen mit Sicherheit nicht nachgesagt werden. Neben der Fertigstellung von
Firefox 5.0 wurden bereits erste Vorabversionen der beiden nächsten Versionen des Browsers veröffentlicht. Abseits von
Firefox haben sich die Entwickler aber auch still und heimlich um die Umsetzung von
Thunderbird 5.0 gekümmert. Rund vier Wochen nachdem die erste Beta des E-Mail-Clients der fünften Generation das Licht der Welt erblickte, steht nun die finale Ausgabe zur Verfügung. Zwar blieb das Interface von
Thunderbird nahezu unberührt, dafür können sich die Verbesserungen und neuen Funktionen durchaus sehen lassen.
Möglicherweise haben sich einige User schon bei der Veröffentlichung der Beta von
Thunderbird 5 die Frage gestellt, ob sie denn das Release einer vierten Version verschlafen haben. Die Antwort darauf ist ganz eindeutig mit Nein zu beantworten. Nach den Versionen eins, zwei und drei verpassten die Entwickler ihrem E-Mail-Client in seiner neuesten Ausfertigung nun die Versionsnummer Fünf. Woran dies liegt? Genauso wie beim Browser
Firefox wurde auch in diesem Fall der Zyklus der Veröffentlichungen deutlich verkürzt. Weil die neueste Edition von
Thunderbird auf der Rendering-Engine
Gecko in Version 5 basiert, wurde auch dem Programm direkt die Versionsnummer fünf zugeteilt. In diesem Jahr werden höchstwahrscheinlich noch zwei weitere Generationen von Thunderbird veröffentlicht.
Wer zusätzliche Erweiterungen zur ersten Beta erwartet hat, der wird von den Entwicklern leider enttäuscht. Wie es scheint hat sich
Mozilla in den letzten Wochen vor dem finalen Release ausschließlich um Bugs und Sicherheitslücken gekümmert. Zunächst einmal kurz ein Blick zu den minimalen Veränderungen im Bereich der Benutzeroberfläche: Mit
Thunderbird 5 lassen sich sämtliche Tabs mittels Drag and Drop-Funktion verschieben. In
Thunderbird 3 war dies in dieser Form noch nicht möglich. Bei erhaltenen E-Mails mit Anhang wird ab sofort direkt die Größe der erhaltenen Dateien angezeigt.