
Aufgrund zahlreicher Hackangriffe erlangte die Aktivistengruppe Anonymous in den vergangenen Monaten einen ziemlich hohen weltweiten Bekanntheitsgrad. Unter den Opfern der letzten Zeit finden sich einige Kaliber wie Sony oder Nintendo wieder. Nun sieht es aber so aus als wenn Anonymous schon bald noch einmal eins drauflegen möchte. Vor kurzer Zeit stellten sie ein neues Video ins Internet, in dem auf ein baldiges Vorgehen gegen den aktuellen Marktführer im Bereich der sozialen Netzwerke – Facebook – hingewiesen wird. Mit dieser Aktion möchte man erreichen, dass den angemeldeten Nutzern ins Gedächtnis gerufen wird was tatsächlich mit den persönlichen Daten passiert. Derzeit laufen die letzten Vorbereitungen für die „Operation Facebook“, zu der am 5. November diesen Jahres der Startschuss fallen wird. Anhand der großspurigen Ankündigung ist zu erwarten, dass es sich um einen ziemlich großen Angriff handeln wird. Immerhin müsste da schon einiges passieren, um Facebook zu „vernichten“. Ein Großteil der Nutzer ist nun mit Sicherheit der Meinung, dass Anonymous den Leuten einen Strich durch die Rechnung machen möchte. Allerdings betonte die Hackergruppe, dass dieser Zerstörungsversuch nur als Hilfestellung anzusehen ist. Damit möchten die Angreifer dafür sorgen, dass den Nutzern langsam begreiflich wird welche Spielchen Mark Zuckerberg und Co. abzieht.
Tatsächlich ist nur einem ziemlich geringen Teil der Menschen bekannt, wie das Unternehmen mit den persönlichen Daten umgeht. Den Aussagen Anonymous zufolge, macht Facebook Millionen durch Datenverkäufe an staatliche Einrichtungen und Sicherheitsunternehmen. Das Besorgniserregende an dieser ganzen Sache sei aber vor allem, dass teilweise auch Konzerne in den Besitz dieser Daten gelangen die für die syrische oder ägyptische Regierung arbeiten. Neben der Weitergabe von solch heiklen Informationen gibt es aber noch eine andere Sache bei Facebook, die den Leuten von Anonymous ein Dorn im Auge ist. Dabei will die Hackergruppe wissen, dass die Privatsphäre-Einstellungen des sozialen Netzwerks nicht ausreichend seien. In diesem Punkt gehen die Hacker also mit den Datenschützern konform.
Das größte Problem sei vor allem, dass sich ein Benutzerkonto in Wahrheit überhaupt nicht komplett löschen lässt. Zwar sind ist der jeweilige Account für andere Facebook-.Nutzer nach dem Löschvorgang nicht mehr auffindbar, in der Datenbank des Unternehmens bleiben aber sämtliche Daten gespeichert, so dass diese rein theoretisch jederzeit wieder verwendet werden können. Genauere Informationen zu der geplanten Aktion gegen das soziale Netzwerk wollte die Hackergruppe noch nicht veröffentlichen. Jedoch möchte man dafür sorgen, dass dieser Tag in der Geschichte des World Wide Web einen historischen Anstrich erhält. Bei den bisherigen Hackangriffen vertraute die Gruppe fast ausschließlich auf sogenannte DdoS-Angriffe. Bei einem solchen Vorgang wird der Webserver mit Datenpaketen überhäuft. Ab einer gewissen Datenmenge hat die Belastbarkeit dann seine Grenzen und der Dienst wird anschließend nicht mehr zur Verfügung stehen.


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