
Google "personalisiert" jetzt seine Resultate auch, wenn die Benutzer nicht auf Google angemeldet sind. Darüber sind andere Seiten, die auf Suchmaschinenoptimierung basieren nicht sehr erfreut.
Personalisierung ist eine beschönigende Umschreibung für die Vorgehensweise von Google. Google „verbessert“ Ihre Suchergebnisse mit Hilfe von Informationen aus Ihrem Webprotokoll. Mountain View tat dies bereits bei Benutzern, die bei Google angemeldet sind, so dass es auf Dienste wie Gmail und den Google Kalender zugreifen konnten. Aber jetzt hat es Google auf alle Benutzer abgesehen – egal ob angemeldet oder nicht.
Nach der Meinung von Google wird das Ihr Leben besser machen. „Google kann Ihnen jetzt besser die relevantesten Suchergebnisse anbieten“. „Beispiel: Ich suche immer nach Rezepten und schaue dabei oft auf chefkoch.de vorbei. Chefkoch.de könnte bei meiner nächsten Google-Suche nach Rezepten nun weiter oben in den Ergebnissen stehen.“
Natürlich erhält Google darüber auch bessere Informationen über Ihr Internetverhalten – und kann Sie entsprechend bewerben.
Es ist bekannt, dass das Unternehmen schon immer auf die Webprotokolle von Besuchern zugegriffen haben – unabhängig, ob diese angemeldet waren oder nicht. Aber dies ist das erste Mal, dass Google dies selbst bei unangemeldeten Nutzern tut. Dies ist ein Grund, warum Google Cookies so gern hat.
Die neue, auf Cookies basierende Personalisierung des Unternehmens nutzt Daten der zurückliegenden 9 Monate. Und sie ist komplett verschieden von der Personalisierung auf der Basis von Informationen aus den E-Mail-Konten.
Sie können diese Personalisierung abschalten. Jedoch ist sie standardmäßig angeschaltet – und wir alle wissen, dass die meisten sie nicht abschalten werden.
Besonders für Suchmaschinenoptimierer (SEOs) und andere Webmaster sind das beunruhigende Nachrichten. Wenn die Ergebnisse von Nutzer zu Nutzer verschieden sind, wird es schwieriger bestimmte Seiten für Google zu optimieren, so dass diese in den Suchergebnissen weiter oben angezeigt werden. Macht es dann überhaupt noch Sinn, zu schauen, wie seine Webseite in den Suchergebnissen platziert ist?


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