Vollkommen gegen den Trend, Daten in der Cloud zu speichern, hat sich ein kleines Team von vier Informatikstudenten zum Ziel gesetzt ein quelloffenes Soziales Netzwerk zu entwickeln das dezentral, also dem „peer-to-peer“-Prinzip nach, gestaltet ist.
Hauptaugenmerk von Diaspora ist die Datensicherheit und die Kontrolle über die eigene Privatsphäre, gegen die ausufernde Praktik Daten über User zu sammeln und auszuwerten.
Finanziert wird das Open Source Projekt vorerst über den Founding Dienst von Kickstarter.com über den sich jeder mit einer Spende beteiligen kann, die angestrebten 10.000 $ Startkapital waren bereits nach kurzer Zeit erreicht. Im Moment gibt es über 5000 Unterstützer die runde 182.000 $ zur Verfügung stellen möchten.
Wenn man bedenkt dass das Projekt bisher nur eine Idee ist, ist das eine gewaltige Summe mit der es aber sicherlich möglich ist die Pläne in die Tat umzusetzen.
In den Medien wird diaspora schon jetzt als Facebook-Killer gehandelt und man setzt große Erwartungen in die vier Entwickler.
Ich bin gespannt wie sich das Projekt entwickelt und bin froh das sich endlich etwas bewegt, so ist es gerade zu schizophren das alle Welt sich über Googles StreetView aufregt und nebenbei munter selbst Daten im (Sozialen-) Netz verteilt und verewigt.


Kommentare
Naja, wenn man daran denkt dass man Facebook als Hauptkonkurrenten hat sind 182.000 $ gar nicht so viel. Nur wenn wirklich andere OpenSource Projekte (wie Ubuntu und ähnliches) Diaspora unterstützen werden wird es sich behaupten können.
ICh finde die jetzigen sozialen NEtzwerke zum größten Teil eh blöd.
Wenn es nach mir gehen würde, gäbe es ein Netzwerk, bei dem alles vereint ist.
(also Icq, Flickr, Youtube, diverse Foren, usw.) das wäre echt praktisch.
Richtig, sowas wünsch ich mir auch schon länger, einfach etwas in dem ich meine bevorzugten Dienste vereinen kann.
Da muss ich mich anschließen, es nervt wirklich immer, sich überall einloggen zu müssen, obwohl Firefox das automatisch für mich macht nervt es.
Naja die Idee ist icht schlecht, aber an der Umsetzung harpert es noch. Einige eher unbekannte, zumeist auch Open Source Projekte lassen sich jetzt schon über eine gemeinsame Google Mail Adresse verbinden. Also nur einmal bei Google nen e-mail Konto einrichten und danach ganz fix auf den verschiedenen Seiten per google anmelden oder auch ange,eldet bleiben und einfach rüberswitchen. Naja aber ob es unbedingt google sein muss, der das ganze möglich maacht!? Ich bin für weniger Einfluss auf die Menschheit ausgehend von Google :P
Hört sich etwas ähnlich an wie open id.
Etwas weniger Google Einfluss find ich gar nicht so schlecht ;) auch wenns neber der Suche ein paar nützliche Services gibt, gibts mittlerweile auch genügend Alternativen — teilweise sogar bessere.
Diese Entwicklung musst man gespannt weiter beobachten, den Ansatz finde ich auch sehr interessant.
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