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Das endgültige Aus für Google Wave

Das endgültige Aus für Google WaveDas endgültige Aus für Google Wave

Was primaer in seinem Beitrag aus dem März schon angekündigt hat, ist nun bittere Wahrheit für Google geworden: Google Wave ist tot. Das musste der Senior Vice President Urs Hölzle mit seinem gestrigen Post auf dem offiziellen Google Blog eingestehen.

[…] Wave has not seen the user adoption we would have liked. We don’t plan to continue developing Wave as a standalone product, but we will maintain the site at least through the end of the year and extend the technology for use in other Google projects […]
(Ausschnitt aus dem offiziellen Statement)

Schon aus den Statistiken am Anfang des Jahres ließ sich sicherlich herauslesen, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis das Projekt eingestellt wird. Natürlich ließ es sich Hölzle nicht nehmen, doch schnell noch ein paar positive „Argumente“ in sein Statement zu quetschen. Man habe viel gelernt von Wave. (Lernen wir nicht immer viel aus dem Flop eines Produkts?) Andere laufende Projekte würden bereits von den verwendeten Konzepten (Drag & Drop, Live Typing, …) profitieren. Einiges vom Source Code sei bereits schon unter Open Source Lizenz verfügbar.

Nichtzuletzt wurde noch einmal auf die eigentliche Intention Google Waves gepocht. Es sollte neue Standards im Bereich Echtzeit-Web-Kollaboration setzen, das Potential einer derartigen Kommunikationsform aufdecken.

In den Ansätzen war das Projekt sicherlich eine nette Idee. Ich selbst muss zugeben, dass ich mich vom anfänglichen Hype sogar etwas angesteckt gefühlt habe. Aber die Fakten liegen auf dem Tisch: Um das Tool einer breiten Masse zugänglich zu machen, war es einfach zu komplex, verwirrend und unklar strukturiert. Und das ist es, was über die Hälfte der User in unserer schnelllebigen Gesellschaft Kehrt machen lässt. Die meisten haben nicht die Zeit oder überhaupt die Lust, sich durch ein solch verästeltes System zu fuchsen. Übel nehmen kann man es ihnen nicht. Diejenigen, die der Service auf seine Seite gezogen hat, haben ein ganz anderes Problem: Wenn keiner da ist, der mit mir über Google Wave kollaborieren will, wozu brauch ich es dann? Ich denke das Projekt war seiner Zeit einfach zu weit voraus. Ein Großteil der Surfer ist für so etwas einfach noch nicht bereit.

Hier nochmal ein Google Trends Diagramm, dass die traurige Entwicklung in den letzten 12 Monaten wiedergibt:

Das endgültige Aus für Google Wave
Das endgültige Aus für Google Wave
Zwar handelt es sich hierbei nur um eine Statistik zu getätigten Suchanfragen zur Phrase „Google Wave“, diese kann jedoch in diesem Fall repräsentativ für das Verhältnis von Angebot und Nachfrage des letzten Jahres gesehen werden.

Wer Google Wave nie kennenlernen durfte, hat noch bis zum Ende des Jahres Zeit um sich zu überlegen, ob er dem Service hinterherweinen möchte oder nicht.

EDIT: Gerade noch auf YouTube entdeckt — Eric Schmidt, Chief Executive Officer von Google, äußert sich vor der Kamera zu Google Waves Ausstieg:

356 Mal gelesen
+3
5. Aug 2010, 13:40

Kommentare

(4)
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volume 5. Aug 2010, 14:55

Ich fand die Idee hinter Google Wave auch sehr gut. Aber ich denke Google hat selbst das Potenzial des Projekts unterschätzt oder falsch vermarktet. Google Wave wäre ein tolles Werkzeug für Kollaboration, also für z.B. für eine Zusammenarbeit von mehreren Autoren an einem Text. Es hätte nur einige Plugins gefehlt (Timetracking, Todo-Listen etc.) bzw. ihre gute Integration.
RIP Google Wave

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crazy-razy 5. Aug 2010, 16:02

habs zwar Google Wave nie benutzt, aber das Konzept ist mMn zu unausgereift
es ist schon das Xte Projekt von Google das eingestellt wird

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holidayer 5. Aug 2010, 16:08

Wer weiß vielleicht lebt GW weiter in irgendeiner Form im Google's Sozialnetzwerk

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felix 6. Aug 2010, 20:07

Schade. Ich fand Wave sehr gut.


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