
In den letzten Monaten hat sich das mobile Geschäft mit den Apps für Apple zu einer wahren Goldgrube entwickelt. Allerdings droht dem Unternehmen wohl schon in wenigen Wochen eher unerwünschte Konkurrenz. Ausgerechnet das soziale Netzwerk Facebook möchte jetzt auch einen Teil vom Kuchen abhaben. Zu diesen Zwecken wurde ein eigenes Entwickler-Team engagiert, welches dafür sorgen soll, dass die Geschlossenheit des App-Stores umgangen werden kann. Das neueste Projekt von Mark Zuckerberg und Co. wird gänzlich auf der Basis von HTML 5 aufgebaut werden. Mithilfe dieser Plattform wird es iPhone — und iPad Besitzern künftig möglich sein, auch Apps zu nutzen, die im offiziellen App-Store von Apple nicht erhältlich sind.
Einige Apple-Nutzer werden sich jetzt wohl denken, dass solche Anwendungen bereits jetzt auf dem Gerät funktionieren. Dies ist in gewisser Weise auch richtig. Allerdings wäre hierfür ein sogenannter Jailbreak von Nöten, der ja bekanntlich illegal ist. Mit der neuen Plattform von Facebook brauchen sich die Kunden künftig aus rechtlicher Sicht überhaupt keine Sorgen mehr machen, wenn sie Apps nutzen wollen, die nicht im Store verfügbar sind. In Expertenkreisen ist derweil vom „Project Spartan“ die Rede. Um künftig die Anwendung des sozialen Netzwerkes nutzen zu können, muss auf dem Gerät der Safari-Browser installiert sein. Für Facebook wäre dies der erste Schritt, um mit iOS-Geräten in unmittelbarer Verbindung zu stehen. Das hier bei diesem Projekt tatsächlich etwas großes entstehen soll, zeigt die Tatsache, dass mittlerweile 80 – von Facebook abgegrenzte – Entwickler an der Umsetzung der Pläne arbeiten.
Zwar werden auf dieser Plattform deutlich weniger Apps angeboten als im offiziellen App-Store, dennoch dürfte es in jedem Bereich interessante Anwendungen geben. Inzwischen wurden auch schon Kooperationen mit einigen namhaften Konzernen wie der Huffington Post abgeschlossen. Der Startschuss für dieses Vorhaben könnte noch in diesem Sommer fallen. Die Führungsetage wollte ein solches Projekt weder bestätigen noch dementieren.


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