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Google Buzz - die ersten Eindrücke

Google hat vor kurzem einen erneuten Versuch gestartet, in der Welt der großen Social Networks mitzumischen.
Nachdem der Suchmaschinen-Riese sich mit Orkut (außer in Indien und Brasilien) nicht durchsetzen konnte, versucht er es nun mit Google Buzz.

Google Buzz - die ersten Eindrücke

Ich habe nun 3 Tage lang Google Buzz getestet und stelle euch meine Erfahrungen mit dem neuen Google Dienst kurz vor:
Erster Eindruck
Google Buzz - die ersten Eindrücke
Google Buzz ist direkt in Google Mail integriert, was erklärt, wieso die Ansicht der Buzzes der Ansicht von E-Mails sehr ähneln.

Am Anfang erinnert der Aufbau an eine Mailing-Liste mit Kommentar-Funktion, allerdings täuscht der Eindruck. Nachdem man sich ein wenig mit dieser Art von Micro-Blogging Oberfläche gewöhnt hat, ist es sehr angenehm.

Buzzes
Google Buzz - die ersten Eindrücke
Buzzes haben eine unlimitierte Länge. Ob dies gut oder schlecht ist, darüber lässt sich streiten. Einerseits ermöglicht es, genug Platz für seine Aussagen zu haben (140 Zeichen sind teilweise zu kurz), allerdings regt es so nicht unbedingt zum "intelligenten Schreiben" an.
Zusätzlich können so wortreiche Texte geschrieben werden, was nicht der Sinn beim Microblogging ist.

Links / Bilder in Buzzes
Google Buzz - die ersten Eindrücke
Buzzes haben die Möglichkeit — ähnlich wie bei Faceboook — Links einzufügen und eine Miniaturansicht des Inhaltes der Seite zu bekommen. Dies hat den Vorteil, dass (meine geliebten) Link-Shorter durch das nicht mehr zum Einsatz kommen.
Fotos können bequem vom Computer hochgeladen werden oder aus Picasa Webalben eingebunden werden.

Funktionen von Buzzes
Google Buzz - die ersten Eindrücke
Eine weitere Ähnlichkeit mit Facebook ist, dass man Buzzes kommentieren kann. Die Kommentar-Hierarchie jedoch ist — meiner Meinung nach — noch ein wenig unübersichtlich. Zusätzlich ist eine "Gefällt Mir"-Funktion vorhanden.

Editieren
Etwas hat sich Google nicht abgeschaut: Die Ändern-Funktion. Es ist möglich, unendlich lange zurück, sowohl Buzzes, wie auch Kommentare zu editieren.
Ich finde, die Funktion hat Vor- und Nachteile. Ein eindeutiger Vorteil ist, dass so Rechtschreibfehler / Tippfehler etc. korrigiert werden können. Jedoch ist so auch möglich, dass man im Nachhinein seinen Satz nach seinem Gutdünken umformulieren kann.
Dies könnte Google unterbinden, in dem, dass man die Buzzen / Kommentare maximal 2-5 Minuten lang editieren kann.

E-Mail Benachrichtigung
Bei einem Kommentar wird dir eine E-Mail zugesandt mit dem ganzen Buzz. Falls man Google Mail nutzt, kann man direkt auf die Buzz antworten. Leider ist es nicht möglich, von einem Client auf die E-Mail zu antworten und so einen Kommentar zu hinterlegen.

Kontakte
Ob gut oder schlecht, darüber lässt sich streiten: Der Google Buzz Account folgt beim ersten Verwenden von Google Buzz direkt den Kontakten, mit denen man am häufigsten per E-Mail kontakt hat.
Das wäre an sich nichts schlechtes, jedoch kann man (falls man dies nicht deaktiviert) im Google Profil schauen, wem man folgt oder von wer einem folgt. Dadurch ist ein (kleines) Datenschutzleck vorhanden. Allerdings — wie schon gesagt — kann man dies im Profil desaktivieren.

Seiten verknüpfen
Google Buzz - die ersten Eindrücke
Es ist möglich, Google Buzz mit externen Diensten zu verknüpfen und somit Buzzes zu "importieren".
Folgende Dienste sind z.Zt verfügbar
— Status im Google Chat
— Flickr
— Twitter
— Google Reader
— Picasa
— YouTube

Leider dauert es seine Zeit, bis z.B. ein Tweet "importiert" wurde. Da ist auf Seiten von Google noch Verbesserungspotential vorhanden.

Fazit
Google Buzz ist ein großartiges Produkt. Es eröffnet neue Möglichkeiten in der Welt des Microblogging.
Es darf dennoch nicht mit Twitter oder Facebook verglichen werden, da komplett andere Einsatzmöglichkeiten bestehen.

Ich für meinen Teil nutze immer noch Twitter für den offenen Informationenaustausch, Facebook für privates.

In den nächsten Wochen wird sich rausstellen, wie genau man am besten Google Buzz einsetzen kann. Ich bin gespannt, was sich daraus entwickelt.
572 Mal gelesen
+4
12. Feb 2010, 12:19

Kommentare

(7)
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primaer 12. Feb 2010, 14:02

Ich glaube Google Buzz wird sich als Urlaubsfotos-Austauschdienst etablieren können. Die Fotos schnell in Picasa importieren, dort bearbeiten und hochladen. Dann über Buzz kommentieren und schon können alle Freunde neidisch werden wo man war und was man gesehen hat.
Daran dass Buzz a la Twitter für Informationsaustausch im großen Stil genutzt wird, glaube ich nicht.

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xirurg 12. Feb 2010, 15:30

Bitte <cut> verwenden :)

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Xarem 12. Feb 2010, 15:36

Erleidgt, tut mir leid :)

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alex 13. Feb 2010, 09:52

Vielen Dank für deinen Review. Ich habe selbst leider nicht geschafft Buzz länger als 15 Minuten zu nutzen, da ich den Service ziemlich unübersichtlich gefunden habe. Ich bin schon gespannt, welche neue Einsatzmöglichkeiten sich aus diesem Service ergeben werden.

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Gizzle 13. Feb 2010, 12:24

Guter Artikel. Ich finde Buzz von der Oberfläche und Integration ins Gmail richtig gut. Allerdings fällt mir echt schwer das Ganze von Twitter/Facebook abzugrenzen. Gut Twitter nutze ich eh nicht, aber was sollte ich bei Buzz posten, was ich nicht bei Facebook schon posten kann? Oder soll ich direkt Doppelposts machen? Der einzig ersichtliche Grund für mich ist wirklich, die Integration ins Gmail, das heißt ich muss nicht zuerst Facebook aufmachene, etc…
Den Vorschlag von primaer, Buzz fürs schnelle Photoposting finde ich schon mal sehr gut…
Hat jemand noch mehr Ideen?

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Xarem 13. Feb 2010, 16:25

Bei jedem ist es so, dass er Freunde / Followers /… hat, welche er in einem anderen Social Network nicht hat und dort evtl. Posts hat, welche für diese «Zielgruppe» anders sind. Beispielsweise bei mir poste ich auf Facebook eher Musik, Funsachen, Privates und bei Twitter schreibe ich eher über Webdeveloping, Webdesign, Social Networking usw.
Das Problem ist halt, dass ich nun die meisten Followers von Google Buzz durch Twitter habe, was das ganze mit dem Entwickeln des Netzwerkes erschwert, da dadurch das selbe gepostet wird wie auf Twitter…

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Malaga 13. Feb 2010, 17:17

Ich glaube, dass Facebook aus dem gleichen Grund eigenen Webmail-Dienst angekündigt hat. Dann hat man E-Mail und Freunde auf einer Webseite.


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