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Google übt mit den neuen Such-Funktionen Druck auf Microsofts Bing aus

Google übt mit den neuen Such-Funktionen Druck auf Microsofts Bing aus

In dieser Woche stellten die Entwickler vom Suchmaschinengigant Google einige neue Suchfunktionen vor, die die Internetsuche künftig noch einfacher machen sollen. Internet-Nutzer können dann ihre Suche per Spracheingabe starten. Ebenso konnte die Bildersuche weiter verbessert werden, so dass das auffinden des gewünschten Bildes noch schneller funktionieren sollte. Vorerst werden diese Funktionen allerdings nur mit dem Google-Browser Chrome und auf der englischen Website des IT-Riesen verfügbar sein. Dennoch dürfte es Google mit diesem Schritt gelungen sein, den Druck auf die Konkurrenz – allen voran auf Microsofts Bing – deutlich zu erhöhen. 

Immerhin sind sich mehrere Analysten einig, dass sämtliche Funktionen – die das Unternehmen in dieser Woche präsentiert hatte – von den Bing Entwicklern zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht in der Form umgesetzt werden können. Selbst die Microsoft-Verantwortlichen werden wohl früher oder später erkennen, dass die neuen Google-Tools für Bing keine Hilfe sind. Im Gegenteil: Es ist sogar davon auszugehen, dass sich die Kluft zwischen Google und der Konkurrenz wieder vergrößert. Doch welche Möglichkeiten bleiben den Entwicklern von Bing und Yahoo, um möglicherweise nicht komplett in der Versenkung zu versinken? Auf jeden Fall müssen sich die beiden Unternehmen Gedanken machen, welche neuen – selbst entwickelten – Funktionen in naher Zukunft auf die Beine gestellt werden können. Andernfalls hätte Google wohl leichtes Spiel, da die anderen Suchmaschinen immer erst nachrüsten müssen. 

Bing und Yahoo haben ihren Fokus in den vergangenen Monaten verstärkt darauf gelegt, dass die Nutzer bei ihren Suchen mehr Inhalt und weniger Links zu sehen bekommen. Abseits dieses Szenarios verändert Google immer wieder den Charakter seiner Suchfunktionen. Dabei kann der Suchmaschinen-Krösus sämtliche Tools und Funktionen auf die Erwartungshaltung der Nutzer abstimmen. In diesem Bereich spiegelt sich dann auch das große Problem der Konkurrenz wieder. Sowohl bei Yahoo als auch bei Bing treiben sich zum aktuellen Zeitpunkt noch zu wenige Internet-Nutzer herum, sodass solche Erfahrungswerte meist nicht ausreichen. Dementsprechend schwer ist es für Bing und Yahoo dann auch sich von Google – mit eigenen Funktionen – abzugrenzen.
Anfang dieser Woche stellte Google seine neuen Suchtools der Öffentlichkeit vor. Wie erste Vorführungen gezeigt haben, wurden die sogenannten Instant Pages so konzipiert, dass die Top-Suchergebnisse direkt auf dem Computer des Nutzers geladen werden. Dabei ist nicht einmal ein einziger Klick von Nöten.

Wie in der Vergangenheit immer wieder eindrucksvoll zu sehen war, spielen bei den Internet-Nutzern die Geschwindigkeit und Bilderladezeiten eine entscheidende Rolle. In vielen Fällen sind diese beiden Faktoren ausschlaggebend, welche Suchmaschine schlussendlich genutzt wird. Da Googles Vorteil in diesen Punkten dank der neuen Tools noch einmal größer geworden ist, dürften die Marktanteile in den nächsten Monaten wohl noch weiter ansteigen. 

Dennoch sind solche neuen Funktionen bei Google auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Die Entwickler müssen die einzelnen Funktionen vor der Veröffentlichung auf Herz und Nieren prüfen, um für eine perfekte Funktionalität zu sorgen. Sollte es nämlich Probleme mit einem der Tools geben, werden die Benutzer sehr leicht genervt. Wie die Erfahrungen der letzten Zeit immer wieder gezeigt haben, wechseln verärgerte oder genervte User gerne einmal zur Konkurrenz. Dies dürfte aktuell wohl der einzige – wenn auch sehr kleine – Hoffnungsschimmer von Bing und Yahoo sein.

Speziell hinter der verbesserten Bildsuche verbergen sich aber in Wahrheit noch einige Fragezeichen. Eigene Bilder als Vorlage zu verwenden, um gewünschte Fotos schneller zu finden, ist ja im Prinzip eine relativ gute Idee. Dennoch sollten sich die Internet-Nutzer – bevor sie diesen Schritt wagen – darüber im Klaren sein, was möglicherweise mit ihren Bildern passieren könnte. Unter Umständen könnte es sogar vorkommen, dass das Bild später wieder irgendwo im World Wide Web zu finden ist. Eine genaue Stellungnahme zu diesen Spekulationen gibt es von Seiten des Unternehmens noch keine.

Wie anhand der neuesten Funktionen gut zu erkennen ist, möchte Google irgendwann das Maximum aus der Suchfunktion herausholen. Diese neuen Tools aber nun als Revolution zu sehen, wäre aber auf jeden Fall leicht übertrieben. Trotzdem ist durch den Einbau der verbesserten Bildsuche und der Suche via Spracheingabe zumindest ein Mehrwert für die Nutzer gegeben. Auch wenn diese Erweiterungen jeweils nur kleine Schritte auf dem Weg zu einer „perfekten“ Suchmaschine sind, konnte sich der Konzern dadurch einen erheblichen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen. Den Microsoft-Entwicklern bleibt in Anbetracht der neuen Google-Funktionen wohl keine andere Möglichkeit mehr, als selbst mit Erweiterungen aufzuwarten. 
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21. Jun 2011, 20:00

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