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Groupon Aktien setzten freien Fall nach unten fort - Aber warum?

GrouponGroupon dürfte mittlerweile vielen bekannt sein. Das US-amerikanische Unternehmen verkauft auch hierzulande Rabatt-Angebote. Das macht Groupon mittlerweile in 35 Ländern und mehr als 70 Millionen registrierte Benutzer nutzen das Groupon-Angebot.

Anfang November 2011 ging das Unternehmen mit einem Wert von ca. 13 Milliarden Euro an die Börse. Aktuell ist eine Groupon-Aktie um die 17 US-Dollar wert, der Ausgabepreis lag allerdings bei 20 US-Dollar (Quelle: Finanzen.net).
Tag für Tag verliert der Kurs von Groupon an Wert. So ging es am Montag knapp 10% in die Tiefe, am Dienstag weitere 15% bergab und so steht der Kurs am heutigen 24.11.2011 aktuell bei knapp unter 17,00 US-Dollar. Natürlich sorgte der Börsengang für viel Presseecho und viele Experten halten das Geschäftsmodell von Groupon zumindest langfristig für bedenklich. Zum anderen hat Google mit Offers für Konkurrenz gesorgt, denn dort verdient der Geschäftskunde einfach mehr.

Schon im August hatte Groupon starke Kritik einstecken müssen, weil man unbenutzte Gutscheine nicht an die Teilnehmenden Unternehmen auszahlen würde. Im Septermber kündigte Groupon dann Änderungen im Abrechnungssystem an, das allerdings für eine Halbierung der eigenen Einnahmen sorgen würde.

Trotzdem war der Börsenstart am 4. November 2011 sehr erfolgreich und wurde sogar der größte Börsenstart eines Tech-Unternehmens seit Google 2004 an die Börse ging. Analysten waren vom guten Start sogar verwundert, denn Wachstumsraten und Einnahmen von Groupon wurden von Analystenseite offenbar schlechter beurteilt, als von den Investoren, die trotzdem die Groupon-Aktien kauften.

Offenbar nimmt man an, dass auch der US-Konkurrent LivingSocial mit seinem Groupon-ähnlichen Angebot für starke Konkurrenz sorgt, denn am bevorstehenden "Black Friday" gibt es dort prominente Angebote von ca. 20 Unternehmen, zu denen Verizon Wireless und Electronic Arts gehören.

Es wird Groupon in Zukunft sicher auch immer schwieriger fallen Kunden auf Unternehmensseite zu finden, denn mittlerweile ist vielen Partnerunternehmen klar geworden, dass man über Groupon eben nicht das schnelle Geld verdienen kann. Eine Bäckerei in England verlor mit einer Gutscheinaktion über Groupon allein durch rabattierte "Cupcakes" rund 20.000 US-Dollar. Der Bäcker aus England betitelt seine Kooperation mittlerweile als größte Fehlentscheidung seines Lebens. 100.000 Cupcakes hätte man so mit einem 75%-Rabatt verkaufen müssen.

Solche Deals mögen also für große Unternehmen funktionieren, die über Groupon eine gewisse Reichweite nutzen wollen, oder eben langfristig Neukunden generieren wollen, aber kleine Unternehmen müssen sehr scharf kalkulieren, ob entsprechende Kampagnen am Ende nicht zu viel Geld kosten.

Mittlerweile scheint es so, als wenn auch den Anteilseigner langsam auffällt, dass dieses Geschäftsmodell langfristig zumindest fragwürdig ist. Hier wird man noch einiges für seine Partner tun müssen, damit am Ende wirklich jeder Geld verdienen kann. 
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24. Nov 2011, 15:02

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