
Bei all den interessanten Facetten die das Internet zu bieten hat, gibt auch es auch leider immer wieder Inhalte, die trotz ihrer Illegalität im World Wide Web landen. Eines der größten Probleme in diesem Bereich ist mit Sicherheit die Kinderpornographie. Eingehüllt in dem Mantel der Anonymität, versuchen einige Menschen auf diese Art und Weise ihren sexuell gestörten Phantasien nachzugehen. Bisher konnte noch kein Patentrezept entwickelt werden, um solche Webseiten ein für allemal aus dem Internet zu verbannen. In diesen Wochen könnte es vielen dieser Nutzer endlich an den Kragen gehen. Die berüchtigte Hackergruppe Anonymous hat es sich offenbar zum Ziel gesetzt, gegen Kinderpornowebseiten aktiv vorzugehen.
Bereits in der vergangenen Woche trieben sich die Nutzer der Hackergruppe auf zahlreichen Portalen herum, um diese zumindest für einen gewissen Zeitraum in den Offline-Modus zu schicken. Damit aber noch nicht genug. Abgesehen davon, dass für einige Stunden der Kinderpornoring im Internet um etwa 40 Webseiten verkleinert werden konnte, gelangen auch in diesem Fall zahlreiche Datensätze registrierter Nutzer in die Hände von Anonymous. Wie man es von den Hackern gewohnt ist, wurden selbst diese brisanten Informationen vorübergehend im World Wide Web öffentlich zugänglich gemacht. Anhand dieser Daten lassen sich neben den Nutzernamen auch andere Details – wie etwa die Verweildauer auf den Seiten — erkennen.
Einen Teil dieser angemeldeten Nutzer könnte es aber nun auch im realen Leben an den Kragen gehen. Anonymous befindet sich nämlich auch im Besitz einiger Realnamen, die die Hackergruppe umgehend an das FBI weiterschicken wird. Nachdem die Hacker in der jüngeren Vergangenheit mit Angriffen auf Sony und andere namhafte Unternehmen teilweise für erheblichen Image-Schaden sorgten, scheint Anonymous nun auch endlich etwas Sinnvolles für die Menschheit zu tun. Auch wenn die Gruppe mehr oder weniger durch Zufall auf den dafür verwendeten Server gestoßen ist, muss man vor dieser Aktion wirklich den Hut ziehen. Eventuell bekommen es ja jetzt andere Betreiber solcher kinderpornographischer Webseiten mit der Angst zu tun und schließen deshalb ihr Portal.


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