
Für das Problem gibt es jedoch einige großartige Lösungen. Die Möglichkeit ein Tweet im Nachhinein zu datieren ist bei Veranstaltungswerbung nützlich (da man wahrscheinlich zum Zeitpunkt der Veranstaltung beschäftigt ist), um zum Beispiel eine Zuhörerschaft in einer anderen Zeitzone zu erreichen, um das Senden von Nachrichten zeitlich zu staffeln oder um die Vitalität eures Kontos in eurer Abwesenheit aufrechtzuerhalten.
Obwohl einige beliebte Twitter-Clients eingebaute Optionen für Terminplanung anbieten, haben Andere dies nicht. Für alle, die für so etwas Bedarf haben, werden nun fünf großartige, kostenlose Online-Serviceangebote vorgestellt, die ihr für die Übertragung von zukünftigen Tweets benutzten könnt.
Um erstmal die große Auswahl an Serviceangeboten da draußen einzugrenzen, gelten für diese Liste folgende Kriterien:
1) Sie müssen umsonst sein;
2) sie müssen Zugang zu OAuth „Anmeldung mit Twitter" haben; und
3) sie leisten das, was auch auf der sprichwörtlichen Verpackung steht.
Diese fünf handverlesenen Serviceoptionen sind meine Favoriten. Lasst mich aber, so wie immer, per Kommentar wissen, was ihr am besten findet.
1. Twuffer: Am besten für Minimalisten geeignet

Twuffer (Twitter + Buffer, ihr versteht schon) ist ein erstaunlich einfaches Beispiel eines nachdatierenden Serviceangebots für Twitter. Mit eurem Twitter Log-In Info könnt ihr euch die Zeitzone aussuchen und wählen, in welcher Form die Zeit und das Datum erscheinen soll. Die zeitliche Planung eines Tweets ist einfach — tippt einfach in den Kasten ein, was ihr sagen wollt, setzt die Zeit und das Datum für die live Veröffentlichung fest und klickt auf die „set status!"-Taste.
Die Tweets in der Warteschlange können per Registerkarte im Dashboard angesehen werden; allerdings können sie dort nicht überarbeiten werden. Falls euch also ein Fehler unterlaufen ist, müsst ihr das Ganze löschen und noch mal von Vorne anfangen. Ein Verzeichnis von Tweets, dass mit diesem Service gesendet werden kann, kann auch angesehen werden. Bei meinem Versuch gingen die geplanten Tweets zur korrekten Zeit raus, und deshalb bekommt diese Anwendung ein lautstarkes „Bravo" von mir.

2. Later Bro: Am besten für Fans von Facebook geeignet

Wie Twitter, arbeitet auch Later Bro mit Facebook zusammen, und beide Optionen werden direkt von der Log-In Seite aus angeboten. Nachdem ihr euch in eurem Twitter-Konto eingeloggt habt, könnt ihr die Zeitzone unter Einstellungen ändern, eure Tweets eingeben, Datum und Zeit der Veröffentlichung festlegen (die Zeiteinstellung ist ein wenig verzwickt), und braucht dann nur noch die Terminplanungstaste anklicken.
Geplante Tweets werden unten in der Hauptbox aufgelistet und können überarbeitet werden; gesendete Tweets können angesehen werden. Auch dieser Service funktioniert einwandfrei, und der lustige Name und das zeitgemäße Aussehen verschaffen Later Bro womöglich einen Wettbewerbsvorteil in Bezug auf das coolere Klientel.

3. Twaitter: Am besten für internationale Angelegenheiten geeignet

Twaitter (bald nur noch „gremIn" genannt — Vokale sind teuer, wie ihr wisst) ist eigentlich ein Twitter-Client, der auf geschäftliche Bedürfnisse ausgerichtet ist und zudem eine Plattform für Terminplanung. Im Sinne dieses Artikels werde ich mich nur auf den Bereich der Tweetplanung beschränken.
Twaitter bietet einige fortgeschrittene Möglichkeiten an, inklusive eines raffinierten, eingebauten URL-Verkürzers. Es gibt zusätzlich die Möglichkeit eure Tweets zu übersetzen, was, zusammen mit der herunterziehbaren Zeitzone (im Planer inklusive), eine großartige Gelegenheit für Jedermann ist an internationaler Twitteraction teilzunehmen. Andere Glanzpunkte sind die Optionen Entwürfe zu speichern, Tweets zu kopieren und Nachrichten in der Warteschlange zu finden und zu überarbeiten.

4. Future Tweets: Am besten für Leute geeignet, die nichts Gutes im Schilde führen

Da FutureTweets OpenID-Anmeldung anbietet (jedoch unergründlicherweise kein Twitter OAuth), müsst ihr euer Twitter-Konto erst einmal bestätigen bevor ihr mit FutureTweets loslegen könnt. Nachdem ihr eingeloggt seid, bietet dieser Service ein paar äußerst gerissene Tricks, die womöglich den Aufwand rechtfertigen.
Es gibt eine analoge Uhr, mit der man die Veröffentlichungszeit der geplanten Tweets einstellen kann (gut geeignet für diejenigen unter uns mit Ziffernhandicap) sowie einige innovative Optionen, wie zum Beispiel die Möglichkeit Icons zu eurem Tweet hinzuzufügen oder den Text seitenverkehrt zu verdrehen. Es bleibt allerdings rätselhaft warum Jemand so etwas überhaupt benötigen sollte, doch könnt ihr dies selbstverständlich untereinander diskutieren.
Das wirklich ausschlaggebende Argument für FutureTweets im Vergleich mit seinen Rivalen ist, dass ihr auswählen könnt, ob euer Update „via Web" erscheinen soll und nicht durch das Programm. Falls ihr (aus was für heimtückischen Gründen auch immer) den Anschein geben wollt, dass ihr gerade live tweetet, ist dieses Feature extrem praktisch.

5. tweetsqueue: Am besten für Labertaschen geeignet

Tweetsqueue bietet eine weitere Version für die Planung von Tweets und benutzt dazu die Funktion einer Warteschleife, wie der Name schon sagt.
Dieses System könnte ausgezeichnet als gedächtnisstützender Notizblock funktionieren und als Möglichkeit Andere an Links teilhabenzulassen, ohne die Anhängerschaft mit einem Übermaß an Spam-Tweets zu überfluten. Zudem könnte es auch kreativeren Zwecken dienen, für einen Dialog zum Beispiel oder für eine dramatisierte Nachbildung oder ein Experiment, wie wir es ja bereits erlebt haben. Nach der Anmeldung bei Twitter sucht ihr euch ganz einfach die Zeitzone und die Frequenz für die Veröffentlichung eurer Tweets aus (zum Beispiel alle 30 Minuten). Dann könnt ihr anfangen, die Tweets in Warteschleife zu stellen.



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