1962: J.C.R. Licklider (1915-1990) erwähnt erstmals das Konzept eines „Intergalaktischen Netzwerks“. Dabei geht es um ein weltweites Computernetzwerk, über das jeder von überall her Informationen abrufen könnte. Licklider wird Chef der Defense Advanced Research Project Agency (DARPA) und kann auch seine Nachfolger von der Bedeutung seiner Vision überzeugen.
1974: Vint Cerf und Bob Kahn verwenden den Begriff „Internet“ in einer Abhandlung über das Transmission Control Protocol.
1976: Dr. Robert Metcalfe entwickelt Ethernet, eine Technologie zum schnellen Datentransport über Koaxialkabel. Erst dies ermöglicht den Aufbau von Local Area Networks (LAN) zur Vernetzung von Computern innerhalb eines Hauses, eines Büros oder einer Schule.
1978: Gary Thuerk verschickt die erste Spam-Mail der Welt an 400 Nutzer des ARPANET – es ist Werbung für die Minirechner seiner Firma DEC.
1983: Ab dem 1. Januar 1983 hat jeder mit dem ARPANET verbundene Rechner zwingend TCP/IP (Transmission Control Protocol and Internet Protocol) für die Netzwerkkommunikation zu verwenden. Dies ist praktisch die Keimzelle des Internets.
1984: In einer von der Internet Engineering Task Force veröffentlichten Serie von Abhandlungen begründet Dr. Jon Postel ein Konzept für unterschiedliche Domainendungen (.com, .org, .gov, .edu und .mil).
1985: Dennis Jennings tritt der National Science Foundation bei und legt TCP/IP als Standard für das gesamte NSFNET fest. Später übernimmt Steve Wolff Jennings Aufgaben bei der National Science Foundation. Er stellt fest, dass die Wissenschaftsgemeinde für den Aufbau eines Wide Area Network (WAN) zur Verbindung von LANs Mittel benötigt, deren Umfang über die bisher gewährte staatliche Förderung hinausgeht.
1987: CompuServe veröffentlicht versehentlich das GIF-Bildformat (Graphics Interchange Format), ohne zu wissen, dass dieses bereits zum Patent angemeldet wurde.
1989: The World bietet einen Internetzugang per Modemeinwahl an und ist damit der weltweit erste kommerzielle Internet Service Provider (ISP). Rivale Netom wurde zwar schon 1988 gegründet, hatte aber erst nach The World einen öffentlich verfügbaren Internetzugang im Angebot. Als dritter ISP startet Panix – ebenfalls 1989.
1992: Die Corporation for Research and Educational Networking (CREN) entwickelt das World Wide Web. NSFNET erhöht seine Gesamtübertragungskapazität auf 44.736 Mbps.
1993: Marc Andreessen, die NCSA, und die Universität von Illinois entwickeln “Mosaic for X”, eine graphische Benutzeroberfläche für das World Wide Web. Mosaic wird der erste weit verbreitete Internetbrowser. 1994 gründet Marc Andreesen Netscape. Von seiner Firma stammt auch das noch heute verwendete Secure Socket Layer (SSL) für die sichere Übertragung und Verschlüsselung sensibler Daten.
1994: Internetnutzer können auf der Website von Pizza Hut online ihre Pizza bestellen.
1995: Pierre Omidyar gründet AuctionWeb, später bekannt geworden unter dem Namen eBay. Die NSA, vom Wachstum der Hosts überfordert, verfügt, dass ab dem 30.April 1995 der Zugang zum NSF-Backbone eingestellt wird. Stattdessen kann ein Internetzugang bei einem von vier Providern gemietet werden. Für alle Domains wird eine jährliche Gebühr eingeführt. Ausgenommen sind von Regierungsstellen (.gov) oder Universitäten (.edu) genutzte Domains.
1996: Internet2, ein Netzwerk von Forschungseinrichtungen und Universitäten, nimmt den Betrieb auf. Ebenfalls startet Hotmail – Microsoft übernimmt im folgenden Jahr Hotmail für 400 Millionen $.
1998: Google wird von Andy Bechtolsheim (Sun Microsystems) gefördert und firmiert nun unter Google Technology Incorporated.
1999: Der Standard für WLAN wird festgelegt. Sean Fanning setzt mit 18 Jahren sein berühmt-berüchtigtes Napster in die Welt.
2000: An den Finanzmärkten platzt die Dot-Com-Blase. Der Nasdaq bricht nach seinem Hoch bei 5048,62 Punkten dramatisch ein.
2001: Wikipedia startet und ändert bald seine Domainendung von .com zu .org.
2003: Apple eröffnet iTunes mit nur 200000 Musikstücken im Angebot. Innerhalb der ersten 24 Stunden wird eine Viertelmillion Titel verkauft.
2004: Am 1.April 2004 gibt Google den Start von Gmail bekannt – mit 1 GB Speicherplatz. Da es bei Hotmail nur 2 MB und bei Yahoo nur 4 MB gibt, halten einige dies für einen Aprilscherz.
2005: YouTube öffnet seine Pforten und revolutioniert die Videonutzung im Web. Ein Jahr später wird YouTube von Google für 1,6 Milliarden $ gekauft.
2006: Dom Sagolla gründet Twitter. Facebook, ursprünglich Studenten vorbehalten, steht nun allen offen.
2009: Das Datenvolumen für die mobile Internetnutzung übersteigt das für mobile Sprachtelefonie in allen Monaten des Jahres
2009. Weltweit werden erstmals mehr als ein Exabyte (eine Milliarde Gigabyte) Daten an mobile Endgeräte übertragen.


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