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Die magische Regel von Sieben (und die Banalität der alphabetischen Reihenfolge)

Die magische Regel von Sieben (und die Banalität der alphabetischen Reihenfolge)

Wenn Du Online-Formulare erstellst oder genehmigst oder du dich mit Verbraucherwechselwirkungen beschäftigst, hoffe ich, dass du dir Gedanken über folgendes machst:

1. Wenn Du mehr als sieben Einträge in einer Pull-Down Liste hast, bist du gescheitert.

Menschen haben keine Probleme damit, sich sieben Sachen zu merken (daher auch sieben stellige Telefonnummern). Wenn man Dich beispielsweise fragt, welche der Musikrichtungen: Polka, Reggae, Ska, Jazz oder Country dir am besten gefällt, kannst du das Ergebnis in deinem Kopf abwägen. Wenn ich dich jedoch frage, einen Film aus einer Liste mit 25 Titeln zu wählen, ist dies schon schwerer, da man immer vor und zurück denken muss, um sich seiner Entscheidung sicher zu sein.
Gib mir beispielsweise keine Liste von möglichen Stellenbeschreibungen und frag mich, was ich damit tue. Wenn es 60 Einträge darin gibt und keines ideal passt (ich bin ein bisschen Manager, ein bisschen Schriftsteller und ein wenig Automechaniker), ist mein Gehirn überfordert.
Computer sind intelligenter als Menschen. Verwende keine lange Listen mit mehreren Auswahlmöglichkeiten, wenn eine einzige Möglichkeit ausreichend ist. Darum ist es sinnlos mich in einer Drop Down Liste nach meinem Status zu fragen. Lass mich doch einfach die zwei Buchstaben eintippen. (Tipp: Darum funktioniert auch Google. Man tippt etwas ein und hat keine vielen Möglichkeiten).

2. Bei unvollständigen Listen machen alphabetische Sortierungen keinen Sinn

Klar, wenn man eine kleine Gruppe an Einträgen sortieren will, von denen ich sicher bin, dass das wonach ich suche (z.B. alle Autoren von Amazon) dabei ist, ist die alphabetische Sortierung clever. Wenn man mir aber eine Liste von Gerichten fürs Abendessen oder die Namen einiger Kinder zeigt, ist es sinnvoller diese in einem Index zu halten, da dies wertvoller ist. „Hier sind die Appetitanreger“ macht doch mehr Sinn als Avocados neben Apfelmus anzuzeigen.
Man könnte beispielsweise die Liste nach Preis oder Beliebtheit sortieren. Jedoch das „Melissa“ Modell kurz über „Sherwood“ zu sortieren, ist einfach Verschwendung.
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26. Dez 2009, 17:49

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