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Wie Sie Ihre mobilen Websites so aufbauen, dass Sie sich eher wie native Apps verhalten

Da die Verkaufszahlen für Smartphones immer weiter in die Höhe schießen, konzentrieren sich mehr und mehr Entwickler darauf, Anwendungen für Mobiltelefone zu entwickeln. Ganz gleich, ob es sich dabei um native Apps oder Handy-optimierte Anwendungen handelt, das Innovationstempo nimmt halsbrecherische Züge an.

Zwar haben native Anwendungen noch immer ihren Platz, aber die Zahl der verschiedenen Gerätearten, Betriebssysteme und Bildschirmgrößen lässt die Entwicklung Handy-optimierter Web-Apps immer verlockender erscheinen. Historisch betrachtet besteht ein Trade-off zwischen dem schnellen, iterativen Multi-Plattform-Charakter der Web-Applikationen und den Standard-Benutzeroberflächen, der Gestik-Unterstützung sowie der Multi-Touch- und Hardware-Optimierung auf nativer Seite.

Glücklicherweise macht es eine Reihe verschiedener Frameworks immer einfacher für Entwickler, mobile Web-Anwendungen zu entwickeln, die wie native Apps aussehen. Nachfolgend finden Sie sechs Beispiele. Sollten Sie Ihre Lieblingsanwendung hier vermissen, können Sie sie in den Kommentaren einfügen.

1. Sencha Touch

Im Juni brachte Sencha, ehemals Ext JS, sein Sencha Touch HTML5 Mobile Framework auf den Markt. Das plattformübergreifende Framework ist mit iOS und Android-Geräten kompatibel und wird bald auf andere Plattformen ausgeweitet.

Sencha Touch kombiniert eine lösungsunabhängige Benutzeroberflächen-Bibliothek, Touch-Event-Management, Geolocation-Unterstützung und Offline-Zugriff sowie spezielle CSS- und CSS3-Fähigkeiten.

Sencha ist das Unternehmen hinter den Ext-JS- jQTouch- und Raphael-Projekten, wodurch die neuen Framework-Pakete extrem leistungsstark sind. Sehen Sie sich dieses Touch Solitaire Demo an, das besonders gut auf dem iPad wirkt. Die Drag-&-Drop-Unterstützung ist einfach fantastisch.

2. SproutCore

SproutCore ist ein HTML5-Framework, das darauf zielt, Entwickler beim Erstellen von Desktop-Web-Applikationen zu unterstützen, die ohne Plug-ins auf sämtlichen modernen Web-Browsern laufen. Der Hauptentwickler hat vor kurzem seinen Job bei Apple gekündigt, um sich diesem Projekt in Vollzeit zu widmen.

Testen Sie dieses Demo auf einem iPhone oder Android-Gerät und überzeugen Sie sich, dass es sich um eine ziemlich eindrucksvolle Sache handelt. Durch die Nutzung bestehender Backends und die Unterstützung durch Plattformen wie .NET und Cocoa, konzentriert sich SproutCore darauf, in einem Web-Browser skalierbare, robuste Leistungen zur Verfügung zu stellen.

Da es nicht nur für mobile Anwendungen entwickelt wurde, macht sein HTML5-Charakter SproutCore zu einer guten Wahl.

3. YUI 3.2

Ende dieses Monats wird Yahoo! die neueste Version seiner YUI-Bibliothek an Java-Script-Werkzeugen auf den Markt bringen. YUI ist ein wirklich beeindruckendes Framework und die kommende Version enthält noch bessere Unterstützungen für Touch- und Mobilgeräte.

Yahoo! bleibt auch weiterhin eine der besten Quellen für Werkzeuge, Bibliotheken, Hilfsmittel und Dokumente für Entwickler im Web- und Mobilgerätebereich.

4. jQuery Mobile


jQuery Mobile ist kein vollwertiges Anwendungs-Framework wie beispielsweise SproutCore oder Sencha Touch, jedoch zielt die neue Initiative darauf hin, die Steuerung mobiler Web-Apps nativer zu gestalten.

Wie vor zwei Wochen bekannt gegeben wurde, wird das jQuery Mobil-Projekt ein “komplettes, vereinheitlichtes, mobiles Benutzeroberflächen-Framework” sein. Im Kern wird das jQuery-Projekt auch weiterhin Handy-optimiert sein, doch ist es vor allem darauf ausgerichtet, eine erstklassige JavaScript-Erfahrung und –Schnittstelle für die meistgenutzten Smartphones und Web-Browser zur Verfügung zu stellen.

Dieses Projekt steckt noch in den Kinderschuhen, aber Sie können anhand dieser Übersicht sehen, welche Browser und welche Versionen von jQuery unterstützt werden. Das jQuery-Team arbeitet daran, sowohl A- als auch B-Browser zu unterstützen.

5. XUI

Während der Entwicklung von Phonegap war das XUI-Team mit den bestehenden JavaScript-Bibliotheken und ihrer Leistung auf Mobilgeräten zunehmend unzufrieden.

XUI wurde entwickelt, um übergreifend auf mobilen Browsern zu funktionieren. Zu diesen Browsern zählen WebKit, Fennec und Opera. Ziel ist es, eine Kreuzkompatibilität zu schaffen, ohne dabei einen Overhead zu erzeugen, der herkömmliche JavaScript-Bibliotheken für mobile Geräte ungeeignet macht.

6. iUI


iUI ist ein iPhone-Benutzerschnittstellen-Framework, das darauf ausgerichtet ist, eine iPhone-ähnliche Erfahrung für mobile Web-Applikationen zu erzeugen. Es funktioniert mit WebKit-basierten Geräten und beinhaltet eine JavaScript-Bibliothek, CSS und Bilder.

iUI wurde bereits 2007 gestartet, aber wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich aktualisiert, um weitere Gerätearten - inklusive dem iPad - zu unterstützen.

Lassen Sie mich in den Kommentaren wissen, welche Frameworks Sie nutzen, um Ihre mobilen Websites in ihrer Funktion eher wie native Apps aussehen zu lassen.
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+2
24. Aug 2010, 20:19

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