
Zu früheren Zeiten mussten sich die Internet-Nutzer oft Monate gedulden, ehe wieder einmal eine neue Version des Mozilla-Browsers Firefox an den Start gebracht wurde. Vielen Experten zufolge war dies auch einer der Hauptgründe, weshalb das Unternehmen seit einiger Zeit bei den Marktanteilen nach starkem Beginn mehr und mehr ins Stagnieren kam. Eines Tages kündigte Mozilla dann in gewisser Weise einen Neustart an. Angeführt von einem neuen Chef-Entwickler wurde der sogenannte Rapid-Release-Modus ins Leben gerufen, welcher einen kürzeren Zyklus zwischen den einzelnen Versionen vorsah. IT-Kenner wie auch Internet-Nutzer waren zuletzt eher positiv davon überrascht, dass der Konzern seine Pläne tatsächlich durchgezogen hat. Zu Beginn schien noch nicht ganz klar gewesen, ob der Sechs-Wochen-Rhythmus über einen längeren Zeitraum durchgezogen werden kann.
In diesen Tagen fand Johnathan Nightingale – ein Verantwortlicher des Unternehmens – Zeit, um ein wenig über ein weiteres Mal über die neue Strategie und die verkürzten Releasezyklen zu plaudern. In seiner Stellungnahme gab er dabei ehrlich zu, dass in internen Kreisen davon ausgegangen wurde, dass die Entwicklungszeit einer neuen Version unter Umständen auch einmal 12 oder 18 Wochen in Anspruch nehmen könnte.
Dies wäre eine Verdoppelung bzw. Verdreifachung des ursprünglich geplanten Zyklus. Allerdings gab Nightingale praktisch im selben Augenblick auch Entwarnung. Wie die Erfahrungen der letzten Wochen zeigten, sei es für die Entwickler kein gröberes Problem den Sechs-Wochen-Rhythmus über einen längeren Zeitraum beizubehalten. Die Gründe für die Umstellung auf eine schnellere Veröffentlichung lagen für den Entwicklungsleiter auf der Hand. Nachdem die Attacken im Internet über den Browser immer stärker zunahmen, musste die Sicherheit der Nutzer weiter erhöht werden.
Durch ein rascheres Release können nicht nur neue Funktionen schneller an die User weitergegeben werden, sondern auch Sicherheitslücken innerhalb eines kürzeren Zeitraums geschlossen werden. Jede neue Browser-Version von Firefox befindet sich genau sechs Wochen in der Entwicklung, ehe diese erstmals in einer Aurora-Phase für die Internet-Nutzer verfügbar ist. Nach weiteren eineinhalb Monaten geht es dann direkt in die Beta-Phase und von dieser dann in die finale Ausgabe der neuen Generation.
Man muss nun wirklich kein Mathematikgenie sein um zu erkennen, dass in Wahrheit 18 Wochen vergehen ehe eine weitere Version fertiggestellt wird. Einige Nutzer fragen sich nun bestimmt, wie trotz alledem alle sechs Wochen eine neue Version an den Start gebracht werden kann. Dies liegt daran, dass die Entwickler immer synchron an drei Ausgaben gleichzeitig arbeiten. Während sich beispielsweise die nächste Generation von Firefox als Beta-Version verfügbar ist, wird praktisch zeitgleich die Aurora-Phase der übernächsten Version gestartet. Zusätzlich beginnen die Entwicklungsarbeiten an einer noch späteren Ausgabe des Browsers.


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