
Nach der Fertigstellung von Firefox 4 kündigten die Entwickler von Mozilla eine deutliche Verkürzung des Release-Zyklus an. Zum damaligen Zeitpunkt wurde das Unternehmen wohl von vielen Internet-Nutzern nur milde belächelt, da diese eigentlich nicht so richtig an eine solche Veränderung geglaubt haben. Dennoch scheint es auch noch zum jetzigen Zeitpunkt so zu sein, dass es Mozilla mit seinen Plänen tatsächlich ernst meint. Nachdem vor etwa drei Wochen die erste Beta zur fünften Firefox-Generation veröffentlicht wurde, steht ab sofort der Release Candidate von Firefox 5 zum Download bereit. Der sogenannte Release Candidate ist sozusagen eine letzte Vorstufe zur endgültigen Version. Sofern keine groben Sicherheitslücken oder Bugs von den Entwicklern oder Nutzern gefunden werden, geht die finale Version von Firefox 5 dann wie geplant am 21. Juni 2011 online.
Mozilla verspricht sich von den verkürzten Zeitabständen zwischen den einzelnen Versionen so einiges. Nach dem Vorbild des Google Browsers Chrome werden auch in der weiteren Zukunft die nächsten Generationen schneller veröffentlicht. Somit kommen die Internet-Nutzer in kürzeren Abständen zu einigen Neuerungen. Dabei werden zwar weniger Neuerungen vorhanden sein als bisher, allerdings können auf diese Art und Weise auch die auftretenden Sicherheitslücken schneller geschlossen werden. Durch das neue Rapid-Release-Modell erhoffen sich die Verantwortlichen zudem noch schneller Marktanteile vom derzeitigen Marktführer Internet Explorer zu gewinnen.
Aber auch wenn die Mozilla-Entwickler noch nie in so kurzer Zeit eine neue Version auf die Beine gestellt haben, können sich die neuen Funktionen durchaus sehen lassen. Angetrieben von einem neuen Chef-Entwickler wird es in Firefox 5 unter anderem eine Unterstützung von CSS Animationen geben. Ebenso konnten in der Unterstützung des Canvas-Elements sowie bei der „Do not Track“ Funktion weitere Verbesserungen erzielt werden. Wie es sich für eine neue Version gehört, wurden selbstverständlich auch wieder zahlreiche Bugs und Sicherheitslücken beseitigt.
Eine positive Nachricht gibt es zudem auch für all jene Nutzer, die den Firefox-Browser gerne über ihr Smartphone aufrufen. Mit dem Update auf die neueste Version werden Android-User künftig auch von der „Do-not-Track“ Funktion Gebrauch machen können. Durch dieses Tool ist es den Internet-Nutzern möglich, Tracking – so weit wie möglich – auszuschalten. Wer aktuell den Release Candidate von Firefox 5 testen möchte, kann sich die Version einfach über die Mozilla-Website herunterladen. Zur Verfügung steht der Download allen Windows-, Mac OS X- und Linux-Nutzern. Sämtliche Geräte, auf denen derzeit die Beta-Version von Firefox 5 installiert ist, erhalten automatisch ein Update auf das Release Candidate. Sollte bei Mozilla weiterhin alles wie geplant laufen, dürfen sich die Nutzer noch in diesem Jahr auf die Versionen 6 und 7 freuen.


Kommentare
Kommentieren