
Tausende Verbraucher setzen sich der Gefahr von Betrug und Identitätsdiebstahl aus, weil die Kürze und Einfachheit ihrer Online Passwörter sie anfällig machen für einfache Brute-Force Attacken.
Das ist die Schlussfolgerung eines neuen Berichts vom Datenschutzexperten Imperva. Es wurde herausgefunden, dass ein Drittel der Leute Passwörter wählt, die aus sechs oder weniger Zeichen bestehen. Während 60% Passwörter nur aus alphanumerischen Zeichen bestehen.
Fast 50% von den Benutzern verwenden Namen, umgangssprachliche Wörter, Wörter aus dem Lexikon oder alltägliche Passwörter wie zum Beispiel fortlaufende Nummern oder nebeneinander liegende Tasten auf der Tastatur.
50% der Leute benutzen das Gleiche (oder sehr ähnliches) Passwort für alle Webseiten, die sie benutzen. Es gibt bedenken, das sie sich unabsichtlich der Gefahr für Online Betrug aussetzen.
Die Studie gibt die 10 am meisten benutzten Passwörter preis.
Die häufigsten Passwörter
123456
12345
123456789
Password
iloveyou
priceless
rockyou
1234567
12345678
abc123
Amichai Shulman, Leiter der Informationstechnologie bei Imperva, empfiehlt dringend bei der Benutzung von Social Networking, Shopping und bei Online Banking Webseiten diese gewöhnlichen Passwörter zu vermeiden.
Mit den heutigen automatischen Internetattacken in der Welt muss jeder verstehen, was schlechte Passwortkombinationen sind, mit nur minimalen Aufwand kann ein Hacker in jeder Sekunde ein Konto knacken- oder in 17 Minuten 1000 Konten knacken,fügt er hinzu.
Obwohl die Betrügereien zunehmen und mehr Leute das Internet benutzen, hat sich das Problem der Passwortsicherheit nur sehr wenig in den letzten 20 Jahren geändert. Shulman sagt: Es ist Zeit, dass jeder Passwortsicherheit ernst nimmt; es ist ein wichtiger erster Schritt in Datenschutz.
Wie du sicherstellst, dass dein Passwort sicher ist.
Nicht...
* Außer die 10 häufigsten Passwörter, die oben aufgeführt wurden zu vermeiden, solltest du auch vorsichtig sein Passwörter zu wählen, die einfach von Betrügern zu ergattern sind.
Zum Beispiel: der Mädchenname deiner Mutter, deine Hausadresse oder dein Geburtstag.
* Verwende niemals ein einziges Wort, das im Lexikon zu finden ist. Hacker benutzen oft ein automatisches Programm, das als Wörterbuchangriff bekannt ist, um alle Wörter aus dem Lexikon zu versuchen. Kurze Passwörter (weniger als sieben Zeichen) sind besonders anfällig für Wörterbuchangriffe.
* Benutze niemals das gleiche Passwort für verschiedene Konten.
* Nicht das Passwort auf dem Computer speichern. Nicht einmal wenn niemand sonst den Computer benutzt. Falls er geklaut wird, können die Diebe Zugang zu deinen privaten Informationen erhalten und sogar deine Identität klauen.
Was man tun sollte...
* Überprüfe wie sicher dein Passwort ist, durch die Anwendung von Microsofts password checker tool
* Nutze den Vorteil der Umschalttaste aus. Verwende vorhandene Zeichen (so wie & oder %) zusätzlich zu Nummern und Großbuchstaben. Die Vermischung von verschiedenen Zeichenarten macht das Passwort sicherer.
* Versuche sicher zu stellen, dass dein Passwort eine anständige Länge hat, so um die 10 bis 16 Zeichen.
* Falls du dich bemühen musst, um dich sogar an einfache Passwörter zu erinnern, dann erstelle einen Datenspeicher, der ein Passwort abruft. Ein Ausdruck neigt dazu sicherer zu seien als ein einzelnes Wort. Wähle ein Satz von deinem Lieblingslied, Gedicht oder Buch aus, aber vermische die ersten (oder sogar die letzten) Buchstaben von jedem Wort um ein Passwort zu erstellen.
* Benutze einen anderen Benutzernamen und Passwort für deine Online Konten. So dass, falls eins gefährdet ist, kannst du dir sicher sein, das die anderen es nicht sind. Allermindestens verwende andere Passwörter für heikle Konten wie zum Beispiel dein Online Banking.
* Wechsele deine Passwörter regelmäßig. Experten empfehlen alle 30 Tage für den sorgfältigsten Internetbenutzer.


Kommentare
Das Wechseln der Passwörter resultiert aus der Annahme, dass im Falle eines geknackten Passwortes der Eindringling in Zukunft nicht mehr auf die geschützten Daten zugreifen können. Das suggeriert aber, dass das eigentliche Passwort nicht gut gewählt war.
Besser empfinde ich ein gleichbleibendes aber sicheres Passwort. Dienstabhängig aber jeweils ein anderes Passwort nutzen und nicht überall das gleiche Passwort. Eingriffe werden z.B. bei Google Mail mittlerweile anhand der geografischen Zuordnung der Zugriffe auf einen Account angezeigt. Diese Idee finde ich sehr sinnvoll. Greift der User in der Regel mit einer IP-Adresse aus Hamburg auf ein Angebot zu, so könnte ein plötzlicher Zugriff aus München als ungewöhnlich eingestuft werden und der User sollte gewarnt werden.
Ich kann allen die Opensource-Software KeePass nur empfehlen. Die Software gibts für sehr viele Plattformen (auch für Android und iPhone) und die Passwörter werden damit gut verschlüsselt aufbewahrt
Danke für den Beitrag. Ist sicherlich ein sehr wichtiges Thema. Ich hoffe, dass dadurch der eine oder andere Leser hier zur Vernunft gebracht wird.
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