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Wie sich Schwarzfahrer in Köln und anderen Großstädten via Facebook organisieren

Das Internet erleichtert so einiges und findet in unserem alltäglichen Leben regelmäßig Anwendung. Mit Hilfe von Smartphones ist mittlerweile ein Großteil der Deutschen ständig mit dem Internet verbunden und somit immer auf dem aktuellen Stand. Nun wird sogar das Schwarzfahren per Facebook organisiert. So schließen sich Gruppen auf Facebook zusammen, die sich unter anderem "Schwarzfahren Hamburg", "Schwarzfahren Bochum" nennen. Aber auch in vielen anderen deutschen Städten gibt es bereits Nachahmer. So wird auch das Schwarzfahren in Köln durch Facebook risikofreier.

Darauf verlassen? Lieber nicht!

Auf den Seiten wird vor Kontrolleuren gewarnt und Schwarzfahrer erhalten wichtige Informationen darüber in welchen Zügen Kontrolleure unterwegs sind. Fahrer ohne Fahrticket können so ganz einfach diese Züge meiden und einen anderen Zug nutzen. Da jedoch Kontrolleure selten kontinuierlich auf einer Linie unterwegs sind, sind die Informationen auf Facebook nicht immer hochaktuell. Vor allem im Nahverkehr wechseln Kontrolleure oft die Linie.

Auf der Facebook-Gruppen Seite Hamburg sind Meldungen wie "Eilmeldung, 4 Kontrolleure in Montur haben um 9:40 Barmbeck (S1) Richtung Poppenbüttel eine Schwarzfahrerin in weißer Bluse hopps genommen", zu lesen. Es gibt auch genaue Beschreibungen zum Aussehen der Kontrolleure zu finden. Auf der Hamburger Gruppen-Seite gibt es mitunter Aktualisierungen im Minutentakt und Schwarzfahrer können sich relativ zuverlässig auf die Warnungen verlassen. So können sich Schwarzfahrer etwas sicherer fühlen. Die Gruppen auf Facebook erfreuen sich großer Beliebtheit. Bleibt abzuwarten, ob sich der Aufwand lohnt und wie effektiv das Frühwarnsystem tatsächlich funktioniert. Auch wenn man nicht erwischt wird, so sagt ein Bahnsprecher, handele es sich beim Schwarzfahren um eine Leistungserschleichung. Die Bahn zeigt sich jedoch wenig beeindruckt und ist überzeugt, dass Ihre Kontrolleure schneller sind als die Online-Tipps. Noch sind die Verkehrsbetriebe gelassen, jedoch wird sich mit der Zeit herausstellen, ob das Frühwarnsystem so zuverlässig arbeitet wie die bereits zuverlässigen Warnungen vor Geschwindigkeitskontrollen im Radio.

2929 Mal gelesen
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23. Aug 2011, 11:17

Kommentare

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HigHDefinition 23. Aug 2011, 12:14

Schwarzfahren ist das wohl mit Abstand ungemütlichst Reisen was ich mir vorstellen kann, da zahlt man doch lieber das Ticket. Die Bahn kann doch ganz leicht Spione in diese Gruppen einschleusen und somit eine ganze Gruppe von Schwarzfahren auf einmal schnappen?!

Letztens habe ich sogar erlebt, dass sich einer als Kontrolleur ausgab und Geld forderte, obwohl die Leute Tickets hatten. — Die Leute haben bezahlt.


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