
Es ist erst einige Wochen her, da stellten die Mozilla-Entwickler die fünfte Generation ihrer E-Mail-Software Thunderbird zur Verfügung. In diesen Tagen befindet sich Thunderbird 6.0 bereits in einem ziemlich fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung, so dass mittlerweile eine erste Beta-Version davon zur Verfügung gestellt wurde. Damit setzt das Unternehmen auch bei seinem E-Mail-Client seine Pläne konsequent um. Diese besagen, dass etwa alle sechs Wochen eine neue Generation zum Download freigegeben wird. Selbiges Szenario führt Mozilla mittlerweile auch bei seinem beliebten Browser Firefox durch. Durch den kürzeren Release-Zyklus erwarten die Nutzer zwar etwas weniger Neuerungen und Verbesserungen, dafür können Sicherheitslücken und Bugs jedoch auf diese Art und Weise schneller beseitigt werden. Schon in der Beta-Version von Thunderbird 6.0 ist zu erkennen, dass zahlreiche Fehler beiseite geschafft werden konnten. Ebenso kommt das E-Mail-Programm mit einigen neuen Funktionen.
Zur wohl wichtigsten Neuerung zählt die Unterstützung der Windows 7 Sprungleisten. Dieses – im aktuellen Windows-Betriebssystem vorhandene Feature – sorgt dafür, dass die Nutzer binnen weniger Augenblicke zwischen den häufig genutzten Bildern, Liedern, Dokumenten und Webseiten wechseln können. In früheren Versionen kam es auch immer wieder zu Fehlern beim E-Mail-Import aus Microsoft Outlook. Wie das Unternehmen bestätigte, sollen diese Bugs nun mit der neuen Generation der Vergangenheit angehören. Die erste Beta-Version von Thunderbird 6.0 steht ab sofort allen Windows-, Linux- und Mac OS X Nutzern zur Verfügung. Neben diesen drei Versionen kann auch noch zwischen einer von 24 Sprachen – darunter natürlich auch Deutsch – gewählt werden. Einen kleinen Hinweis gibt es noch für alle Linux-User, die diese Beta installieren möchten. In manchen Fällen wird die Beta 1 des neuen E-Mail-Clients in den selben Ordner wie die vorhandene Thunderbird-Version installiert.
Dies hätte dann zur Folge, dass die älteren Generationen nicht mehr auf dem Gerät vorhanden sind. Ein solches Problem soll bei Installation auf Windows- oder Mac Geräten nicht auftreten. In der Regel sollten durch die Installation einer Thunderbird-Beta keinerlei Informationen – wie etwa Nachrichten oder Adressbücher – ins Nirvana stürzen. Weil es allerdings in seltenen Fällen doch dazu kommen könnte, legt Mozilla seinen Nutzern ein Backup ans Herz.


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