WordPress 3.0 - die fünf wichtigsten neuen Features

WordPress 3.0 - die fünf wichtigsten neuen Features

WordPress wird seit längerer Zeit hauptsächlich als technische Plattform für Blogs eingesetzt, da es eine Reihe von Funktionen für das Posten von Blogeinträgen und die Interaktion mit den Lesern bereits mitbringt. Doch mit der erscheinenden Version 3.0 hat sich WordPress fast zu einem vollständigen CMS (Content Management System) entwickelt.

Zwar ist die Liste neuer Features diesmal nicht besonders lang. Unter diesen finden sich aber einige gravierende Änderungen, die vor allem dann relevant sind, wenn man WordPress als CMS einsetzt. Hier also eine Zusammenfassung der wichtigsten Neuerungen in Version 3.0.

Schreibt mir in den Kommentaren, welche der Features von WordPress 3.0 für euch am wichtigsten sind.

1. Eigene Inhaltstypen
In WordPress sind zwei Inhaltstypen voreingestellt: Posts und Pages. Version 3.0 ermöglicht die Erstellung zusätzlicher Inhaltstypen mit individuellen Eigenschaften. Wer zum Beispiel mit WordPress eine Website für eine Designfirma betreibt, kann einen Inhaltstyp für Referenzaufträge, einen für die Seiten einzelner Mitarbeiter und einen weiteren für die Empfehlungsschreiben von Kunden erzeugen. Als nächstes kann man dann das Theme der Website den neuen Inhaltstypen anpassen.

Dadurch ist sogar die Konstruktion einer Website ähnlich wie Tumblr nun möglich. Das in WordPress 3.0 ganz leicht, indem man für Texte, Fotos, Zitate, Links, Chats, Audio und Video jeweils eigene Inhaltstypen erstellt.

Dank dieser personalisierten Inhaltstypen gibt es also jetzt eine ganze Reihe neuer Möglichkeiten bei der Websiteentwicklung mit WordPress.

2. Menü-Management
WordPress 3.0 - die fünf wichtigsten neuen Features
Das Menü-Management ist eins der spannendsten und am meisten diskutieren Features in WordPress 3.0. Dieses Feature gibt euch die vollständige Kontrolle über die Navigationsmenüs eurer Website. Einfach mit Drag and Drop kann man Menüs erstellen mit beliebigen Kombinationen von websiteinternen Links, externen URLs, Kategorien, was ihr wollt. Diese selbsterstellten Menüs können dann überall dort, wo euer Theme dies ermöglicht, als Widget eingebunden werden.

3. Eigene Taxonomien
Dieses für Nichtentwickler vielleicht etwas komplexe Feature rückt WordPress 3.0 ein wesentliches Stück näher an ein ‚echtes’ CMS heran. Eigene Taxonomien ermöglichen die Erzeugung zusätzlicher Metainformationskategorien. In der Standardeinstellung gibt es lediglich zwei Typen, nämlich Kategorien und Tags. Dem können wir jetzt eigene Typen hinzufügen, mit der zusätzlichen Option, diese in Hierarchien zu organisieren.

Was heißt das genau? Hier ein paar Beispiele, was man mit eigenen Taxonomien so machen kann:

Angenommen, jemand betreibt ein Blog in WordPress mit Filmrezensionen. Dieser kann dann eine eigene Taxonomiekategorie für die Altersfreigabe anlegen, und dann einfach jeder Rezension den Wert ‚keine Altersbeschränkung’, ‚6 Jahre’, ‚12 Jahre’, ‚16 Jahre’, oder ‚18 Jahre’ hinzufügen.

Oder eine Immobilien-Website als weiteres Beispiel. Zusätzlich zu Fotos und Beschreibungen der einzelnen Objekte können weitere Taxonomiekategorien definiert werden, die Eigenschaften wie Preis, Anzahl der Schlafzimmer, Baujahr u.a entsprechen und jedem Objekt als Liste hinzugefügt werden können.

4. Neues Standard-Theme: Twentyten
WordPress 3.0 - die fünf wichtigsten neuen Features
Twentyten ist das schon lange überfällige neue Standard-Theme von WordPress 3.0. Seine einfaches und doch akzentuiertes Design wird ergänzt durch ein paar nette Funktionen, die man in vielen anderen Themes vergeblich sucht. Neuankömmlingen in der Welt von WordPress ohne die nötigen Entwicklerfähigkeiten, ein Theme selber zu verändern, werden sicher folgende zwei Features gefallen:

Eigenes Header-Bild
Mit Twentyten kann das Header-Bild der Website leicht verändert werden. Das Theme enthält bereits acht Bilder zur Auswahl, aber auch eigene Bilddateien können eingebunden werden. Dieses Feature ist dabei nicht auf Twentyten beschränkt — Entwickler können es in eigene Themes integrieren.

Eigener Hintergrund
Ein weiteres nettes Feature in Twentyten ist die Möglichkeit, für Websites eigene Hintergrundbilder zu verwenden. Wer möchte, kann natürlich auch einen einfarbigen Hintergrund wählen. Das ist ein sicherlich auch für Anfänger einfacher Tweak, aber auch nützlich für den, der sich nicht auf die Fallstricke der CSS-Editierung einlassen möchte. Auch dieses Feature können Entwickler in eigenen Themes verwenden.

5. Multi-Site-Administration
Keine Vorstellung von WordPress 3.0 ist vollständig ohne eine Erwähnung der neuen Funktionalitäten zur Administration multipler Websites. Man kann mit einer einzigen Installation von WordPress eine Vielzahl von Websites verwalten – und das über verschiedene Domains und/oder Subdomains hinweg. Was bislang als WordPress MU, (Multi-User) bekannt war, gehört in Version 3.0 fest zur Kernfunktionalität. Weil aber das Aktivieren der Multi-site-Funktionen mit ein paar Codeanpassungen und dem Verändern von Servereinstellungen einhergeht, ist das wahrscheinlich eher nichts für den Durchschnittsanwender. Aber der braucht in der Regel diese Funktionen ohnehin nicht.

Für wen ist die Multi-Site-Administration von WordPress ideal? Perfekt ist es, wenn man beispielsweise ein Blog-Netzwerk betreibt oder eine große Nachrichtenorganisation mit vielen verschiedenen Abteilungen zu organisieren hat. Ein weiteres Beispiel wäre eine Firma, in der jeder Mitarbeiter sein eigenes Blog mit einem jeweils unterschiedlichen Design oder sogar eine eigene Domain hat. In all diesen Situationen sind Multi-Site-Funktionen sehr nützlich.

Was gibt es sonst noch Neues?
Hier ein paar der kleineren Verbesserungen in WordPress 3.0:


Kurzlinks (mit der eigenen Domain)
Wir alle wissen inzwischen, wie nützlich Kurz-URLs sind, vor allem für Links in Tweets. Schon seit WordPress 2.9 gibt es die Möglichkeit, den Kurz-URL-Dienst wp.me zu verwenden. WordPress 3.0 geht einen Schritt weiter und ermöglicht es, einen Kurzlink für ein Posting zu erzeugen, der auf dem eigenen Domainnamen basiert. Nun gibt es keinen Grund mehr, die eigene URL mit Diensten wie bit.ly zu tarnen. Das eigene Branding bleibt nun auch beim Tweeten von Links intakt.

Autoren-Templates
Neu in Version 3.0 ist die Erstellung eigener Autoren-Templates. Wer einen Blog mit einer Vielzahl von Autoren betreibt, kann so jedem Autor einen eigenen Stil oder ein eigenes Layout zuweisen.

Auswahl von Benutzername und Passwort schon während der Installation
In früheren Versionen von WordPress wurde bei der Installation im Hintergrund ein Masteraccount mit dem Benutzernamen ‚admin’ und einem automatisch generierten Passwort erzeugt. Diesen kann man nun in Version 3.0 schon während der Installation definieren, damit entfällt das nervige Ändern im Nachhinein. Das ist auch sicherheitsrelevant, denn viele Benutzer beließen es bei ‚admin’, und das erleichtert natürlich Angriffe auf WordPress-Websites.

Welches neue Feature in WordPress 3.0 interessiert euch am meisten? Schreibt mir dazu was in den Kommentaren!
+5
21. Jul 2010, 09:46

Kommentare

(2)
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+1
v x
volume 21. Jul 2010, 12:06

Ich habe die neue Version bereits ausprobiert, sieht nicht schlecht aus, aber ich glaube ich bleibe noch bei der alten. Der Umstieg und der damit verbundene Aufwand lohnen sich momentan für mich gar nicht.

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0
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crazy-razy 23. Jul 2010, 15:18

ja, aber für alle die wie ich bis jetzt auf WP MU angewiesen warn ist 3.0 wirklich eine große Hilfe


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